Discounter Aldi Süd baut viele Stellen in Zentrale ab

Aldi Süd streicht in seiner Deutschlandzentrale in Mülheim an der Ruhr mehrere hundert Arbeitsplätze. Betroffen sind die Bereiche Buchhaltung, Personal und Einkauf. 

Freitag, 23. Januar 2026, 10:23 Uhr
Thomas Klaus (mit dpa)
Schlankere Strukturen und Prozesse: Bei Aldi Süd erlöschen nicht die Lichter, aber für viele Arbeitsplätze sieht es dunkel aus. Bildquelle: Aldi Süd

In seiner Deutschlandzentrale in Mülheim an der Ruhr baut der Discounter Aldi Süd mehrere hundert Stellen ab. Das bestätigte das Unternehmen der Deutschen Presse-Agentur. Eine genaue Zahl nannte Aldi Süd nicht. Bereits im April 2025 hatte Aldi Süd der Lebensmittel Praxis auf Anfrage mitgeteilt, dass 2026 in der Verwaltungsabteilung zahlreiche automatisierbare Jobs im Bereich Accounting/Buchhaltung wegfallen sollen.

Buchhaltung, Personal und Einkauf betroffen

Die Kürzungen treffen die Bereiche Buchhaltung, Personal und Einkauf. Der Prozess begann bereits im vergangenen Jahr. Zu den Gründen für den Stellenabbau äußerte sich der Konzern nicht konkret.

Aldi Süd verwies lediglich darauf, dass das Unternehmen seit jeher auf schlanke Strukturen und Prozesse setze und diese kontinuierlich weiterentwickele. Weitere Details kamen von dem Discounter offiziell nicht.

Konzernweites IT-Projekt Ahead greift

Viele Arbeitsplätze hat Aldi Süd bereits in Auslandsgesellschaften gestrichen, darunter in den USA, Australien, Großbritannien und Österreich. Bei der internationalen Servicegesellschaft Aldi DX mussten ebenfalls Mitarbeiter gehen. 

Hintergrund ist unter anderem das konzernweite IT-Projekt Ahead, das Systeme harmonisieren und Aufgaben stärker bündeln soll.

In der Deutschlandzentrale in Mülheim an der Ruhr beschäftigt Aldi Süd 2.000 Menschen. Bundesweit arbeiten 50.000 Mitarbeiter für das Unternehmen. Der Discounter betreibt in Deutschland rund 2.000 Filialen und zählt zu den größten Lebensmittelhändlern des Landes.

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