Der Butterpreis im deutschen Lebensmittelhandel sinkt erneut. Nach einer Erhöhung Anfang März kostet ein 250-Gramm-Päckchen deutscher Markenbutter der Eigenmarken bei Aldi Nord und Lidl nun 1,05 Euro statt zuletzt 1,19 Euro, wie die Unternehmen mitteilten. Vor dem 9. März hatte der Preis noch bei 99 Cent gelegen.
Die Preisschwankungen bei Butter halten damit an. Im Oktober 2024 erreichte der Preis mit 2,39 Euro für das günstigste Eigenmarken-Päckchen einen Rekordwert. Ursache waren geringere Milchmengen der Landwirte, ein niedrigerer Fettgehalt der Rohmilch sowie die Blauzungenkrankheit, die bundesweit die Milchleistung betroffener Tiere einbrechen ließ.
Im weiteren Verlauf des vergangenen Jahres fiel der Butterpreis dann wieder deutlich – im Dezember sogar unter einen Euro. Die Milchpreise auf dem Weltmarkt sanken, und deutsche Molkereien erhielten deutlich größere Mengen als im Vorjahreszeitraum. Bessere Wetter- und Futterbedingungen ließen zudem den Fettanteil in der Rohmilch steigen, was zu einem Überangebot führte. Die niedrigen Preise kurbelten den Absatz an und verringerten die Übermengen am Markt. Aldi Nord und Lidl begründeten die Preiserhöhung im März den Angaben zufolge mit gestiegenen Einkaufspreisen.
Nun dreht der Preis erneut nach unten. Ob die Senkung auf 1,05 Euro von Dauer ist, bleibt angesichts der zuletzt starken Schwankungen offen.