Ernährung und Nachhaltigkeit Planetary Health Diet wird für Lidl immer wichtiger

Wie lassen sich wisenschaftlich fundierte Ernährungsempfehlungen wie die Planetary Health Diet (PHD) von der Theorie in die Praxis und letztlich in die Lidl-Regale bringen? Um diese Frage ging es bei einer Diskussionsveranstaltung des Discounters in Berlin. Lidl will sein Sortiment stark an PHD ausrichten.

Donnerstag, 06. November 2025, 15:47 Uhr
Thomas Klaus
Gesunde Ernährung im gesellschaftlichen Interesse: Das war der rote Faden einer Diskussionsrunde, zu der der Discounter Lidl nach Berlin eingeladen hatte. Bildquelle: Lidl Deutschland

Lidl will sein Sortiment stärker an der Planetary Health Diet ausrichten und hatte vor diesem Hintergrund zu einer Veranstaltung nach Berlin eingeladen. Der Discounter diskutierte mit Vertretern aus Politik, Gesundheitswesen und Verbänden über die praktische Umsetzung der wissenschaftlich fundierten Ernährungsempfehlung PHD, die sowohl die menschliche Gesundheit als auch ökologische Grenzen berücksichtigt.

Gut gemischte Diskussionsrunde

An der Veranstaltung im Museum für Kommunikation nahmen neben Christoph Graf, Geschäftsleiter Einkauf bei Lidl, auch der stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Albert Stegemann, teil sowie Dr. Stefan Knupfer, ab Januar Vorstandsvorsitzender der AOK Plus und Petra Bentkämper vom Deutschen Landfrauenverband. Die Transformationsforscherin und Nachhaltigkeitsexpertin Professorin Dr. Maja Göpel lieferte die wissenschaftliche Perspektive. Die Diskutanten waren sich darin einig, dass gesunde Ernährung im gesellschaftlichen Interesse gefördert werden müsse und dabei der Lebensmitteleinzelhandel eine wichtige Rolle spiele.

Bis 2030 mindestens eine Vollkornalternative in allen relevanten Kategorien

Lidl hat nach eigenen Angaben bereits mehrere wichtige Schritte auf dem Weg zu einer bewussteren Ernährung unternommen. Der Discounter reduzierte zunächst Salz und Zucker in Eigenmarkenartikeln und baute dann das pflanzliche Sortiment aus. Aktuell liegt der Fokus auf Produkten mit hohen Anteilen an Ballaststoffen und pflanzlichen Proteinen. Das Angebot an Nüssen und Hülsenfrüchten wird ausgeweitet.

Beim Vollkorn setzt sich Lidl konkrete Ziele: Bis 2030 will das Unternehmen den Anteil an Vollkorn im Verhältnis zum Gesamtgetreide auf 20 Prozent erhöhen. Als Basisjahr dient 2023. Im Roggenmischbrot der Eigenmarke Grafschafter steigerte Lidl den Vollkornanteil bereits von null auf 51 Prozent. Bis 2030 soll in allen relevanten Produktkategorien mindestens eine Vollkornalternative verfügbar sein.

Ab 10. November neue TK-Produkte be Lidl

Ab dem 10. November führt Lidl in ausgewählten Regionen neue Tiefkühlprodukte ein. Diese Fertiggerichte bestehen aus einzeln verpackten Komponenten wie Hähnchenstreifen, Tofu-Würfeln oder Reis mit Gemüse, die sich kombinieren lassen. Ergänzt wird das Sortiment durch tiefgekühlte High-Protein-Produkte wie Bowls oder Proteineisriegel. „Eine bewusste Ernährung wird somit auch für die Kunden einfacher, die wenig Zeit für die Essenszubereitung haben“, sagte Graf.

Bis 2050 strebt Lidl einen kontinuierlichen Ausbau des Sortiments an pflanzlichen Lebensmitteln gemäß der Planetary Health Diet an. Graf betonte: „Hierbei ist mir besonders wichtig: Wir lassen den Kunden die Wahl, für welche Produkte sie sich entscheiden.“

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