Der kriselnde Agrarhandelskonzern Baywa stellt seinen Compliance-Bereich neu auf. Ab dem 15. August 2025 übernimmt Thomas Meiers die Position des Chief Compliance Officers. In dieser Funktion verantwortet er nicht nur Compliance-Themen, sondern leitet auch das neu geschaffene Büro des Aufsichtsrates. Im geschäftlichen Kontext bedeutet Compliance die Einhaltung von Gesetzen, Vorschriften, internen Richtlinien und ethischen Standards durch ein Unternehmen und seine Mitarbeiter.
Umfangreiche Erfahrungen aus VW-Konzern
Meiers berichtet direkt an den Vorstandsvorsitzenden Frank Hiller. „Wir stärken mit Thomas Meiers den Compliance-Bereich und werden mit der Neubesetzung dem Thema noch mehr Bedeutung verleihen“, erklärte Hiller. Er fügte hinzu: „Außerdem unterstützen wir damit den notwendigen Kulturwandel bei der Baywa. Das ist ein klares Zeichen für mehr verantwortungsvolles und transparentes Handeln.“
Der neue Chief Compliance Officer bringt umfangreiche Erfahrung aus dem Volkswagen-Konzern mit, wo er acht Jahre lang und bis Mai 2025 in verschiedenen Konzerngesellschaften Compliance- und Governance-Themen verantwortete. Zuvor arbeitete Meiers in der Rechtsabteilung von General Electric. Seine berufliche Laufbahn begann er bei der Anwaltskanzlei Freshfields.
Baywa strukturiert Aufgabenbereiche um
Mit der Neubesetzung strukturiert Baywa die Aufgabenbereiche um. Der bisherige General Counsel David Merz berät künftig den Vorstand und die operativen Bereiche in allen sonstigen juristischen Belangen. Dazu zählen nach Unternehmensangaben insbesondere die Begleitung von Sanierungsmaßnahmen und die juristische Betreuung von Fusionen und Übernahmen.
Baywa setzt mit dieser Neuaufstellung offenbar auf eine Stärkung ihrer Compliance-Strukturen und eine klarere Trennung zwischen Compliance-Aufgaben und allgemeiner Rechtsberatung. Dies könnte auf gestiegene regulatorische Anforderungen und ein zunehmendes Bewusstsein für die Bedeutung von Compliance in der Unternehmensführung hindeuten.


