Eine Studie des Digitalverbands Bitkom zeigt, dass viele deutsche Handelsunternehmen Schwierigkeiten mit der Nutzung sozialer Medien haben. 46 Prozent der Händler mit Social-Media-Profil kämpft damit, regelmäßig Inhalte zu veröffentlichen.
Hofmann: Soziale Medien mit großer Unsicherheit verbunden
Ein Drittel der befragten Unternehmen (34 Prozent) sieht die Erstellung interessanter Inhalte als Herausforderung. Etwa ein Viertel (23 Prozent) hat Probleme mit der kontinuierlichen Kanalbetreuung und dem Community Management. Vier von zehn Händlern geben an, dass der Umgang mit negativen Kommentaren zu den größten Herausforderungen zählt.
„Soziale Medien werden für den Handel immer wichtiger, sind aber nach wie vor mit großer Unsicherheit verbunden“, erklärte Nastassja Hofmann, Retail-Expertin beim Bitkom. Sie fügte hinzu: „Im Gegensatz zu anderen Medien ist hier eine ständige Interaktion gefordert und einzelne Nutzerinnen und Nutzer haben eine viel stärkere Stimme.“
38 Prozent kämpfen mit Aufbau von Folllower-Zahlen
Auch der Aufbau von Reichweite bereitet vielen Händlern Schwierigkeiten. 38 Prozent kämpfen mit dem Aufbau von Follower-Zahlen, 27 Prozent mit der Erhöhung des Engagements in Form von Likes und Kommentaren. Ein Fünftel der Händler bemängelt die Quote der Weiterleitung zum eigenen Online-Shop.
Fast die Hälfte der befragten Unternehmen (46 Prozent) sieht den Aufwand für Social-Media-Marketing oft in keinem Verhältnis zum tatsächlichen Geschäftserfolg. Dennoch betonte Hofmann: „Über 50 Millionen Deutsche nutzen Social Media – und wer gesehen werden will, muss die Menschen da abholen, wo sie sich täglich aufhalten.“
Bitkom Research befragte für die repräsentative Studie 505 Handelsunternehmen ab zehn Beschäftigten in Deutschland. Davon haben 298 ein Profil in den Sozialen Medien. Die Befragung fand von der 11. bis zur 19. Kalenderwoche 2025 statt.