Soziale Medien sind allgegenwärtig, doch ihre Wirkung als Verkaufskanal bleibt begrenzt. Dies geht aus einer aktuellen Studie von IFH Media Analytics und Media Central hervor. Die Untersuchung „ChannelUP 2025 Vol. 2“ beleuchtet die Nutzung und Wirksamkeit von Social-Media-Plattformen in der Angebotskommunikation.
Hohe Werbewahrnehmung in sozialen Netzwerken
Laut der Studie nutzen 98 Prozent der Verbraucher aktiv soziale Medien. Die Hauptmotive sind Unterhaltung (58 Prozent), Inspiration (48 Prozent) und Flucht aus dem Alltag (47 Prozent). Nur 31 Prozent der Nutzer informieren sich gezielt über Produkte oder Marken auf diesen Plattformen.
Die Wahrnehmung von Werbung in sozialen Netzwerken ist hoch. Besonders auf Youtube (57 Prozent), Instagram (52 Prozent) und Facebook (51 Prozent) nehmen Nutzer häufig Werbung wahr. Doch die Konversion bleibt gering: Nur 25 Prozent der Nutzer haben schon einmal ein beworbenes Produkt gekauft, lediglich 17 Prozent direkt über Social Media.
Generation 50+ bevorzugt Youtube und Facebook
Die Studie zeigt auch deutliche Unterschiede zwischen den Altersgruppen. Die Generation 50+ nutzt soziale Medien seltener, mit Ausnahme von Youtube (63 Prozent wöchentliche Nutzer) und Facebook (54 Prozent). Plattformen wie Snapchat, Tiktok und Pinterest spielen für diese Altersgruppe kaum eine Rolle.
Ein weiteres Problem ist das mangelnde Vertrauen in Social-Media-Werbung. 59 Prozent der Nutzer empfinden die Werbung als störend, 47 Prozent als nicht vertrauenswürdig. 43 Prozent vermuten sogar Täuschung und Betrug hinter den Anzeigen.
Reichweite allein reicht nicht aus
Die Ergebnisse verdeutlichen, dass Reichweite allein nicht ausreicht. Für erfolgreiche Werbung auf sozialen Medien sind Relevanz, Authentizität und zielgruppengerechte Ansprache entscheidend. Unternehmen müssen Vertrauen aufbauen und ihre Inhalte im richtigen Kontext platzieren.
„Die Plattformen liefern Sichtbarkeit – aber keine Garantie für Conversion“, heißt es in der Mitteilung zur Studie. Für Händler und Marken bedeutet dies: „Die Generation 50+ muss zusätzlich über andere Kanäle erreicht werden – etwa durch klassische Angebotskommunikation wie Prospekte oder zusätzliche digitale Anzeigen.“
