Lebensmittelhandel Bilanz Edeka Nordbayern-Sachsen-Thüringen steigert Umsatz auf 5,4 Milliarden Euro

Die Edeka Unternehmensgruppe Nordbayern-Sachsen-Thüringen hat ihren Einzelhandelsumsatz 2024 um 3,8 Prozent gesteigert. Das Unternehmen investiert bis 2025 insgesamt 1,4 Milliarden Euro in die Infrastruktur. Trotz Inflation und Streiks stieg das Ergebnis vor Steuern auf 110 Millionen Euro.

Mittwoch, 28. Mai 2025, 17:00 Uhr
Heidrun Mittler und Theresa Kalmer
Richtfestfeier des Edeka Food Academy Campus in Hirschaid: Eine von vielen Zukunftsinvestitionen von Edeka Nordbayer-Sachsen-Thüringen. Bildquelle: Edeka Nordbayern-Sachsen-Thüringen

Die Edeka Unternehmensgruppe Nordbayern-Sachsen-Thüringen hat im Jahr 2024 ihren Einzelhandelsumsatz um 3,8 Prozent auf 5,4 Milliarden Euro gesteigert. Der Konzernaußenumsatz erreichte 4,8 Milliarden Euro, wie das Unternehmen mitteilte. Das krisengeprägte Konsumverhalten, Kostensteigerungen durch die Inflation, monatelange Streikaufrufe und ein harter Preiswettbewerb prägten nach Unternehmensangaben das Geschäftsjahr. Der schwächere Foodservice-Bereich drückte den Konzernumsatz, während der Einzelhandelsumsatz davon unberührt blieb.

„So viel wie im letzten Jahr haben wir noch nie investiert“

Das Unternehmen investiert nach eigenen Angaben von 2021 bis 2025 insgesamt 1,4 Milliarden Euro in die Infrastruktur, davon flossen 290 Millionen Euro im Jahr 2024. „So viel wie im letzten Jahr haben wir noch nie investiert“, erklärte Vorstandssprecher Sebastian Kohrmann gegenüber der Lebensmittel Praxis. „Der Investitionsstau ist beseitigt. In Sachen Investitionen drehen wir ein großes Rad“, betonte Kohrmann.

Im vergangenen Jahr schloss Edeka Nordbayern-Sachsen-Thüringen die Erweiterung und Automatisierung der Logistikzentren in Berbersdorf und Gochsheim ab. Zudem entsteht ein neues Logistikzentrum in Marktredwitz auf einer Grundstücksfläche von mehr als 40 Hektar. Hinzu kommt eine Frische-Manufaktur in Hirschaid, deren Inbetriebnahme gerade anläuft.

Das Unternehmen modernisierte oder eröffnete im vergangenen Jahr Einzelhandelsflächen von rund 95.000 Quadratmetern. Die Verkaufsfläche wuchs damit um 1,7 Prozent. Das Ergebnis vor Steuern stieg auf 110 Millionen Euro, die Eigenkapitalquote erreichte 53 Prozent. Das Ergebnis vor Zinzen und Steuern sowie der operative Cashflow blieben nach Unternehmensangaben auf dem Niveau des Vorjahres stabil.

Für 2025 plant das Unternehmen, das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) stabil zu halten und Umsatz sowie Rendite im Einzelhandel erneut zu steigern. Wie Kohrmann gegenüber der Lebensmittel Praxis mitteilte, wird das Unternehmen ab dem kommenden Jahr auch die Märkte von Konsum Dresden beliefern.

Edeka investiert in Mitarbeiterqualifikation

Die Edeka-Tochter investiert zudem in Personalentwicklung und Recruiting. Im Jahr 2024 erfolgte der Spatenstich für einen Food Academy Campus nahe der Frische-Manufaktur. Außerdem nahm das Unternehmen einen Food Academy Schulungs- und Recruiting-Truck in Betrieb, den die selbstständigen Kaufleute nutzen können.

Die vor 113 Jahren in Würzburg gegründete Edeka-Tochter betreibt nach eigenen Angaben rund 840 Märkte der Marken Edeka, E-center, Marktkauf und Diska in Franken, der Oberpfalz, Sachsen, Thüringen und dem nördlichen Baden-Württemberg.

Nach wirtschaftlichen Schwierigkeiten in den Jahren 2010 und 2011 hat sich das Unternehmen seit 2013 stabilisiert und verzeichnet seit 2018 ein durchschnittliches Wachstum des Konzernaußenumsatzes von rund 5 Prozent pro Jahr. In den Jahren 2002 bis 2017 lag das Wachstum bei durchschnittlich 0,6 Prozent pro Jahr. Etwa 90 Prozent der rund 700 Märkte führen die etwa 450 selbstständigen Kaufleute, die übrigen 10 Prozent betreibt das Unternehmen in Eigenregie.

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