Edeka Südbayern steigerte im Geschäftsjahr 2024 den Umsatz um 1,01 Prozent auf 4,82 Milliarden Euro. Darüber informierte Edeka-Südbayern-Chef Claus Hollinger. „Angesichts der konjunkturellen Null-Nummer in Deutschland und insgesamt gedämpfter Konsumstimmung ist das eine durchaus stabile Geschäftsentwicklung“, so Hollinger. Angaben zum Gewinn machte Edeka Südbayern nicht.
Das Unternehmen mit einer Gesamtverkaufsfläche von mehr als 1,16 Millionen Quadratmetern strebt nach seinen Angaben weiterhin die Fünf-Milliarden-Euro-Umsatzgrenze an. Es ist laut Hollinger nach wie vor der führende Lebensmittelhändler in Südbayern.
Hollinger: Unternehmertum in eigenen Reihen wird gestärkt
Die rund 530 selbstständigen Edeka-Kaufleute im Absatzgebiet erzielten mit ihren 900 Super- und Verbrauchermärkten ein flächenbereinigtes Umsatzplus von 3,44 Prozent. Insgesamt betreibt Edeka Südbayern über 1.100 Märkte in der Region. Zum Jahresende 2024 wurden 27.000 Mitarbeiter beschäftigt, darunter 1.300 Auszubildende.
Das Unternehmen übergab im vergangenen Jahr 21 zuvor selbst betriebene Märkte mit einer Gesamtverkaufsfläche von 25.000 Quadratmetern an Edeka-Kaufleute. Zudem übernahmen 25 Existenzgründer 31 Einzelhandelsobjekte mit einer Gesamtverkaufsfläche von 37.000 Quadratmetern. „Wir stärken kontinuierlich das Unternehmertum in unseren Reihen“, formulierte Hollinger.
Edeka Südbayern investiert in Logistik
Edeka Südbayern investierte nach eigenen Angaben rund 162 Millionen Euro in die Infrastruktur. Ein Schwerpunkt lag dabei auf der autarken Getränkelogistik, flankiert durch das expansive Fachmarktkonzept Trinkgut.
Im Frühjahr 2025 will das Unternehmen ein neues Logistik-Drehkreuz für Getränke in Landsberg am Lech in Betrieb nehmen. Zusammen mit einem weiteren Getränke-Zentrum im niederbayerischen Wallersdorf, das im Jahresverlauf nach und nach hochgefahren werden soll, fließen in diese Projekte insgesamt 260 Millionen Euro.
Ferner wird 2026 der neue Produktionsstandort der Backstube Wünsche in Erding eingeweiht. Die Investitionssumme liegt hier bei rund 60 Millionen Euro.
Payback wirkt sich bereits positiv aus
Die Produktionssparte, zu der die Südbayerische Fleischwaren und die Backstube Wünsche gehören, erzielte 2024 einen Umsatz von 562,3 Millionen Euro. Während die Backstube Wünsche erneut zulegte, spürten die Fleischwerke ein verändertes Konsumverhalten. Sie wollen verstärkt auf Rind- und Schweinefleisch aus der Heimat setzen.
Seit Anfang 2025 kooperiert Edeka Südbayern mit dem Bonusprogramm Payback. Dies wirkte sich laut Hollinger bereits positiv auf die Umsatzanteile aus und stärkt die Kundenbindung in den Märkten.
