Die Shopping-Center in Deutschland setzen immer stärker auf Unterhaltung. Dies geht aus dem aktuellen Shopping-Center-Report des EHI Retail Institute hervor. Er belegt, dass Erlebniskonzepte und Gastronomie in Einkaufszentren bedeutsamer werden.
Gesamtfläche von 16,7 Millionen Quadratmetern
Die Zahl der Shopping-Center in Deutschland blieb im Vergleich zum Vorjahr mit 506 unverändert, so das EHI. Diese Center verfügen über eine Gesamtfläche von etwa 16,7 Millionen Quadratmetern, wovon rund 13 Millionen Quadratmeter Einzelhandelsmietfläche sind. 9 Prozent der Mietverhältnisse entfallen auf die Anbieter von Lebensmiteln. Rund 16 Prozent der insgesamt 26.513 Mietverhältnisse in allen Shopping-Centern entfallen auf die Gastronomie. Statistisch betrachtet entfällt ein Center auf etwa 167.000 Einwohner.
Im Jahr 2024 schlossen Betreiber Modernisierungen in elf Centern ab. Weitere 38 gestalten sie derzeit um. Die Maßnahmen reichen von kompletten Neupositionierungen bis hin zur Umgestaltung von Teilflächen.
„Revitalisierungen von Shopping-Centern sorgen dafür, dass diese relevant für die Lebenswelt der Menschen bleiben“, erklärt Lena Knopf, EHI-Expertin und Autorin des Reports.
Top-20-Mieter in Shopping-Centern
Weiterhin verfügen sieben Vertriebslinien über mehr als 200 Filialen in Shopping-Centern. Die Top 20 wird von Deichmann mit 288 Filialen angeführt, gefolgt von Ernsting´s Family (257), dm-Drogeriemarkt (233), Bijou Brigitte (231) und Apollo-Optik (228). In die Top Ten geschafft haben es ebenfalls 02 (218), Vodafone Shop (215), Only (180), Nanu-Nana (178) und H&M (174).
Rossmann steht mit 184 Filialen auf Platz 12. Es folgen McPaper (182), Telekom/T-Punkt (155), Tedi (154), Woolworth (148), New Yorker (146), Rituals (145), Frisör Klier (144) und C&A (137).
Immer weniger Shopping-Center auf der grünen Wiese
Bei den Revitalisierungen spielen Freizeitangebote und Gastronomie eine wichtige Rolle. So integrierten die Betreiber in das Loop5 in Weiterstadt unter anderem einen Wasserspielplatz, ein Karussell, einen Kletterpark und einen Freefall-Tower. Das Rhein-Neckar-Zentrum verfügt nach der Modernisierung über eine Trampolinhalle und eine Indoor-Skydiving-Anlage.
Die Studie zeigt auch, dass 47 Prozent der Center in Innenstadtlagen liegen, 38 Prozent in Stadtteilen und 15 Prozent am Stadtrand oder auf der grünen Wiese. Bei den 48 Neueröffnungen der letzten zehn Jahre befinden sich sogar zwei Drittel in Innenstädten. Dies unterstreicht den Trend zur Innenstadtlage bei Neubauten.
