Mit dem neuen Portal vape-kontrolle.de reagiert der BVTE auf die zunehmende Verbreitung illegaler Einweg-E-Zigaretten in Deutschland. Diese sogenannten Vapes gelangen häufig durch illegale Importe in den Handel und werden auch an regulären Verkaufsstellen angeboten. Dabei werden sie laut Verband oftmals an Minderjährige abgegeben, obwohl dies gesetzlich verboten ist.
Über das Portal können Bürger ab sofort Hinweise auf Verstöße gegen den Jugendschutz oder den Vertrieb nicht zugelassener Produkte melden. Der BVTE setzt dabei auf öffentliche Mithilfe, um Behörden bei der Kontrolle zu unterstützen. Die Kontrolle des Marktes sei nach Einschätzung des BVTE unzureichend. Die Zuständigkeit liege bei über 400 Behörden, Bußgelder seien oft zu niedrig. Jan Mücke, Hauptgeschäftsführer des Verbandes fordert mehr Testkäufe, schärfere Strafen und konsequente Einhaltung des Abgabeverbots. „Deutschland hat kein Regulierungs-, sondern ein Kontroll- und Durchsetzungsproblem“, so Mücke.
Zum Start ist das Meldeportal für Berlin und Hamburg verfügbar. Weitere Regionen sollen folgen. Das Portal soll neben der Meldefunktion auch Informationen bereitstellen, wie illegale Produkte erkannt werden können. Der Steuerschaden durch illegale Produkte beläuft sich nach Angaben des Verbands in diesem Jahr bereits auf über 13,8 Millionen Euro.
