Neue Bundesregierung Handelsverband begrüßt Wirtschaftsagenda

Der Handelsverband Deutschland (HDE) bewertet die wirtschaftspolitische Agenda der Bundesregierung positiv. Sein Präsident Alexander von Preen (Foto) fordert jedoch eine schnelle Umsetzung der angekündigten Maßnahmen. Und er wiederholt seine Kritik am staatlich festgesetzten Mindestlohn.

Donnerstag, 15. Mai 2025, 14:43 Uhr
Thomas Klaus
Sieht keinen Erkenntnisbedarf, sondern Umsetzungsbedarf: HDE-Präsident Alexander von Preen mahnt die neue Bundesregierung beim Umsetzen von Maßnahmen zum Tempo. Bildquelle: Intersport

Der Handelsverband Deutschland bewertet die wirtschaftspolitische Agenda der Bundesregierung positiv: Bürokratieabbau, Senkung der Energiekosten, neue Abschreibungsmöglichkeiten für Investitionen sowie eine Reform der Unternehmenssteuern sollen neuen Schwung in die Wirtschaft bringen.

Von Preen: Jetzt schnell in die Umsetzung kommen

Alexander von Preen, Präsident des Handelsverbands, fordert nun eine schnelle Umsetzung der angekündigten Maßnahmen. „Wir haben jetzt kein Erkenntnisproblem – es gilt, schnell in die Umsetzung zu kommen“, so von Preen. Der Verband sieht gute Signale bei der Senkung der Stromkosten, einer Steuerreform und beim Bürokratieabbau.

Der Handelsverband begrüßt das Ziel günstigerer Energiepreise. Das geplante Absenken der Stromsteuer entlaste Unternehmen und Verbraucher, so von Preen. Auch die angekündigten Investitionen in die Infrastruktur seien für den Handel und seine Lieferketten wichtig.

HDE warnt vor Überbietungswettbewerb bei Mindestlohn

Der Verband verlangt zudem mehr Förderung für private Investitionen in Innenstädte. Von Preen betont die Bedeutung der Innenstadt als Begegnungsort und fordert bessere Abschreibungsmöglichkeiten für private Investoren in diesem Bereich.

Kritik übt der Handelsverband an Äußerungen von Regierungsmitgliedern zum Mindestlohn. „Ein staatlich festgesetzter Mindestlohn passt nicht in unser marktwirtschaftliches System und zerstört die Tarifautonomie der Tarifpartner“, erklärt Alexander von Preen. Der Verband warnt vor einem Überbietungswettbewerb beim Mindestlohn in künftigen Wahlkämpfen, der Wirtschaft und Arbeitsplätzen schaden könnte.

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