Vertriebsbranche Direktvertrieb wächst langsamer als in Vorjahren

Der Umsatz im deutschen Direktvertrieb ist 2024 auf 20,9 Milliarden Euro gestiegen. Das Wachstum von 2,8 Prozent fällt jedoch deutlich schwächer aus als in den Vorjahren. Die Zahl der Verkäufer stagniert bei 908.000.

Dienstag, 13. Mai 2025, 08:26 Uhr
Theresa Kalmer (mit dpa)
Auch im Lebensmittelbereich wird auf den Direktvertrieb gesetzt: Bofrost ist ein Direktvermarkter von Speiseeis und Tiefkühlkost. Bildquelle: Bofrost

Der Direktvertrieb in Deutschland hat sein Wachstumstempo deutlich verlangsamt. Der Umsatz stieg von 2022 bis 2024 um 2,8 Prozent auf 20,9 Milliarden Euro, wie der Bundesverband Direktvertrieb Deutschland mitteilte.

Die Wachstumsrate hat sich damit mehr als halbiert. Im Jahr 2022 hatte die Branche noch ein Plus von 6,6 Prozent innerhalb eines Jahres verzeichnet. Dieser starke Anstieg beruhte allerdings auch auf Nachholeffekten nach der Corona-Flaute. Auch im Vergleich zu 2019, als der Zuwachs bei 5 Prozent lag, fiel das aktuelle Wachstum deutlich schwächer aus. Die Zahl der Verkäufer blieb mit 908.000 seit 2022 unverändert, teilte der Verband mit.

Der Bundesverband sieht die Entwicklung dennoch positiv. „Während viele Branchen mit Konsumzurückhaltung kämpfen, zeigt der Direktvertrieb, dass Vertrauen, persönliche Ansprache und qualitativ hochwertige Produkte weiterhin hoch im Kurs stehen“, erklärte die BDD-Vorstandsvorsitzende Elke Kopp in der Mitteilung.

Die Unternehmen verkaufen ihre Waren und Dienstleistungen direkt an Kunden, ohne den Umweg über den Einzelhandel. Die selbstständigen Verkäufer präsentieren die Produkte bei Vorführungen in Wohnungen, an Arbeitsplätzen oder bei Online-Shows. Zu den Produkten gehören unter anderem Küchengeräte, Parfums, Schmuck und Hundefutter. Auch Telekommunikations- und Energiefirmen nutzen den Vertriebsweg.

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