Bündnis in Rheinland-Pfalz Verbände fordern flexiblere Ladenöffnungsregeln

Industrie- und Handelskammern sowie kommunale Spitzenverbände in Rheinland-Pfalz fordern flexiblere Regeln für Ladenöffnungszeiten. Die Vorschläge betreffen Landesrecht, greifen aber bundesweit diskutierte Themen wie automatisierte Verkaufsformen und Ladenöffnungen an Sonntagen auf.

Dienstag, 06. Mai 2025, 13:55 Uhr
Julia Krone (mit dpa)
Unbemannte Minimärkte wie dieser Teo von Tegut sind ein relativ neues Phänomen. Ein Verbändebündnis in Rheinland-Pfalz will die Regeln für Ladenöffnungen anpassen. Bildquelle: Tegut

Industrie- und Handelskammern sowie kommunale Spitzenverbände in Rheinland-Pfalz fordern eine weitreichende Lockerung der Ladenöffnungszeiten. Automatisierte Geschäfte sollen künftig rund um die Uhr öffnen dürfen. Die Verbände wollen zudem die Regeln für verkaufsoffene Sonntage vereinfachen, wie sie in einem gemeinsamen Positionspapier mitteilten. Damit greifen sie Themen auf, die mit der Digitalisierung des Einzelhandels und der Verbreitung autonomer Geschäftsmodelle zunehmend bundesweit diskutiert werden.

Dass automatisierte Verkaufsstellen ohne Personal künftig durchgehend öffnen dürfen, soll nach dem Willen des Bündnisses für Geschäfte mit maximal 400 Quadratmetern gelten, die Waren des täglichen Bedarfs anbieten. Auch sogenannte hybride Läden, die tagsüber mit Personal und zu übrigen Zeiten automatisiert betreiben, sollen erlaubt sein. 

Die Verbände kritisieren zudem die bestehenden Regeln für verkaufsoffene Sonntage. Bislang ist für jede Sonntagsöffnung ein Anlass wie ein Stadtfest erforderlich – auch wenn sich dieser jährlich wiederholt. Die Initiatoren verweisen auf Thüringen, wo Sonntagsöffnungen automatisch genehmigt werden, wenn in den drei Vorjahren ein vergleichbarer Anlass bestand. Außerdem fordern die Verbände, dass Geschäfte auch an einem der ersten beiden Adventssonntage im Dezember öffnen dürfen. „Es ist nicht zu verstehen, warum Tankstellen auch an Sonntagen vieles verkaufen dürfen, Läden jedoch nicht“, kritisierte Jürgen Vogel, Hauptgeschäftsführer der IHK für die Pfalz.

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