Der Anteil der Barzahlungen im deutschen Einzelhandel ist weiter gesunken. Nur noch 33,8 Prozent des Einzelhandelsumsatzes von 495 Milliarden Euro entfallen auf Bargeld, wie das EHI Retail Institute auf dem EHI Payment Kongress in Bonn mitteilte. Im Jahr 2023 lag der Anteil noch bei 35,5 Prozent. „Nur noch ein gutes Drittel des Einzelhandelsumsatzes wird mit Bargeld erzielt“, erklärte Horst Rüter, Leiter des Forschungsbereichs Payment und Autor der EHI-Studie „Zahlungssysteme im Einzelhandel 2025“.
Gemessen an der Zahl der Transaktionen bleibt Bargeld allerdings die beliebteste Zahlungsart. Bei mehr als der Hälfte der rund 20 Milliarden Einkäufe im Jahr 2024 zahlten die Kunden bar, teilte das Institut mit. Die Zahl der Einkäufe hat damit wieder das Vor-Corona-Niveau erreicht.

Die Girocard bleibt mit einem Umsatzanteil von 41,5 Prozent die wichtigste Zahlungsart im stationären Einzelhandel, verlor aber 0,9 Prozentpunkte. Internationale Debitkarten wie Visa Debit und Debit Mastercard legten dagegen deutlich zu. Ihr Anteil stieg um 2,8 Prozentpunkte auf 6,9 Prozent. Der Anteil der Kreditkarten sank leicht um 0,3 Prozentpunkte auf 8,3 Prozent. Für den Handel sind die internationalen Debitkarten allerdings drei- bis viermal teurer als die Girocard, wie das Institut mitteilte.
Stark gestiegen ist der Anteil der mobilen Zahlungen. 5,7 Prozent aller Bezahlvorgänge im stationären Einzelhandel erfolgten mit Diensten wie Apple Pay oder Google Pay. Von den bargeldlosen Zahlungen entfielen 12,9 Prozent auf mobile Bezahlvorgänge. Im Vorjahr waren es noch 7,5 Prozent.

Die Investitionsbereitschaft des Handels in die Payment-Infrastruktur steigt nach drei rückläufigen Jahren wieder deutlich an. Die Händler investieren vor allem in moderne Zahlungsterminals und Mobilitätslösungen.
