Immobilienmarkt Einzelhandel mietet mehr Flächen in Innenstädten an

Der Einzelhandel hat 2024 erstmals seit der Corona-Pandemie wieder mehr als 500.000 Quadratmeter Verkaufsfläche in deutschen Innenstädten angemietet. Die Passantenfrequenzen stiegen leicht an. Dennoch verzeichnete der stationäre Modehandel im wichtigen Weihnachtsgeschäft einen Umsatzrückgang von 6 Prozent.

Montag, 20. Januar 2025, 14:07 Uhr
Manuel Glasfort
Innenstädte wie hier in Frankfurt zählen zu den attraktivsten Lagen für den Einzelhandel. Der Flächenumsatz steigt. Bildquelle: Getty Images

Der Einzelhandel in deutschen Innenstädten hat im Jahr 2024 erstmals seit 2019 wieder mehr als 500.000 Quadratmeter Verkaufsfläche neu angemietet. Der Flächenumsatz stieg im Vergleich zum Vorjahr um 15 Prozent auf rund 506.000 Quadratmeter, wie BNP Paribas Real Estate mitteilte.

Die Passantenfrequenzen in den Innenstädten legten den Angaben zufolge im vergangenen Jahr um durchschnittlich 1,5 Prozent zu. Damit setzte sich der Aufwärtstrend nach der Corona-Krise fort. Allerdings führten die höheren Besucherzahlen nicht zu steigenden Umsätzen im stationären Modehandel. Besonders im wichtigen Weihnachtsgeschäft verzeichneten die Modehändler im Dezember sogar einen Umsatzrückgang um 6 Prozent.

Tedi und Decathlon unter den wichtigsten Mietern

Die Vermietungsdynamik zog zum Jahresende noch einmal an. Im vierten Quartal 2024 erreichte der Flächenumsatz mit rund 147.000 Quadratmetern den höchsten Wert des Jahres. Zu den wichtigsten Mietern zählten laut der Mitteilung der Discounter Tedi und der Sportartikelhändler Decathlon, die unter anderem Flächen in ehemaligen Galeria-Warenhäusern übernahmen. Auch die Inditex-Gruppe mit Marken wie Zara, Bershka und Pull & Bear mietete neue Flächen in Top-Lagen und Einkaufszentren an.

Bei den größten deutschen Einzelhandelsstandorten lag Berlin mit einem Flächenumsatz von 31.000 Quadratmetern vorn. München und Hamburg folgten mit jeweils rund 22.000 Quadratmetern vor Düsseldorf und Frankfurt mit gut 18.000 Quadratmetern. „Es gibt weiterhin viele Einzelhändler, die Insolvenz anmelden müssen“, erklärte Christoph Scharf, Geschäftsführer von BNP Paribas Real Estate. Gleichzeitig nutzten aber auch zunehmend neue Händler die Gelegenheit für eine Expansion.

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