43 Prozent der Deutschen können sich biometrische Bezahlverfahren direkt an der Ladenkasse vorstellen – ein Anstieg von 9 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr, wie aus einer Umfrage im Auftrag des Kreditkartenunternehmens Mastercard hervorgeht. Bereits heute nutzt demnach jeder dritte Deutsche (35 Prozent) biometrische Merkmale beim Bezahlen. 40 Prozent der Verbraucher schätzen dabei besonders die Sicherheit dieser Verfahren, da die einzigartigen Merkmale schwer zu fälschen sind.
Die Technologie soll künftig vor allem in autonomen Geschäften ohne Personal und klassische Kassen zum Einsatz kommen. 41 Prozent der Verbraucher können sich nach Angaben von Mastercard das Einkaufen mit einem automatisierten Bezahlvorgang im Hintergrund vorstellen, bei dem die Abrechnung per Gesichtserkennung erfolgt. Bei den 18- bis 39-Jährigen liegt die Akzeptanz solcher Walk-in-Lösungen bei 57 Prozent. Erste Pilotprojekte zur Erprobung biometrischer Kassensysteme laufen bereits. Dabei identifizieren sich Kunden per Iris-Scan an einem Terminal, indem sie ihr Gesicht vor eine Kamera halten.

Am häufigsten authentifizieren sich die Nutzer bislang per Fingerabdruck (70 Prozent), gefolgt von Gesichtserkennung (44 Prozent), Stimme (10 Prozent) und Iris-Scan (8 Prozent). „Biometrische Kassensysteme vereinfachen den Bezahlvorgang im Geschäft, da die Kunden weder Bargeld noch eine physische Karte oder ein mobiles Gerät benötigen“, erläuterte Mastercard-Geschäftsführer Peter Robejsek in der Mitteilung. „Wir sind davon überzeugt, dass biometrische Verfahren einen erstklassigen Komfort und zusätzliche Sicherheit bieten.“
Die Ergebnisse basieren auf einer repräsentativen Befragung von 1.004 Personen im Alter von 18 bis 74 Jahren, die das Marktforschungsinstitut GfK zwischen dem 31. Oktober und 4. November 2024 durchführte.
Mastercard sieht mobiles Bezahlen auf dem Vormarsch
Neben biometrischen Verfahren gewinnt auch das mobile Bezahlen weiter an Bedeutung. Mehr als ein Drittel der Deutschen (36 Prozent) hat in den vergangenen zwölf Monaten mindestens einmal mit dem Smartphone oder der Smartwatch bezahlt – ein Anstieg von 10 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr. Bei den 18- bis 29-Jährigen nutzen bereits 64 Prozent mobile Bezahlmethoden. Jeder Vierte in dieser Altersgruppe (26 Prozent) begleicht die Rechnung sogar immer über Mobile Payment, wenn möglich. Wesentliche Treiber für mobiles Bezahlen sind laut der Mitteilung Banken sowie Discounter und Supermärkte, die eigene Apps mit Bezahlfunktion anbieten.
Das kontaktlose Bezahlen hat sich den Angaben zufolge als Standard etabliert. 69 Prozent der Befragten haben in diesem Jahr kontaktlos mit Karte, Smartphone oder Smartwatch bezahlt – ein Plus von 6 Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahr. Von den Nutzern kontaktloser Zahlungen greifen 69 Prozent am liebsten zur physischen Karte, 29 Prozent bevorzugen das Smartphone und 2 Prozent Wearables wie Smartwatches oder Bezahlringe.

Verbraucher erwarten im Handel digitale Zahlungsmöglichkeiten
Die Akzeptanz digitaler Zahlungsmethoden wird für den Handel zunehmend wichtiger. 88 Prozent der Verbraucher erwarten, dass Kartenzahlungen überall möglich sein sollten. 40 Prozent haben bereits ein Geschäft verlassen oder gar nicht erst betreten, weil dort ausschließlich Bargeld akzeptiert wurde. 61 Prozent zahlen bevorzugt mit Karte, Smartphone oder Smartwatch.
