PWC-Metastudie Vier Handelstrends prägen den Handel bis zum Jahr 2030

Die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PWC Deutschland hat in ihrer Metastudie „Future of Retail“ vier Trends identifiziert, die den Handel bis 2030 prägen werden. Unter anderem prognostiziert die Untersuchung eine wachsende Vielfalt der Lebensstile und Konsumpräferenzen. 

Dienstag, 24. September 2024, 10:30 Uhr
Thomas Klaus
Shoppingerlebnisse in der Zukunft: Eine PwC-Studie geht möglichen Entwicklungen auf den Grund. Bildquelle: Getty Images

Für ihre neue Metastudie zur Zukunft des Handels hat die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PWC Deutscland vier Trends ausgemacht, die aus ihrer Sicht den Handel bis 2030 bestimmen werden. Diese Trends sind: wachsende Diversität, hohes Preisbewusstsein, innovative Technologien, Fokus auf Nachhaltigkeit. Mehr als 20.000 Konsumenten auch in Deutschland wurden befragt und 3.600 Unternehmen hierzulande analysiert.

Preisbewusstsein bleibt hoch,  Lifestyle-Produkte ausgenommen

Unter anderem prognostiziert die Untersuchung eine wachsende Vielfalt der Lebensstile und Konsumpräferenzen.  Der Generationenwechsel und die Migration treiben diese Entwicklung PwC zufolge voran. Das Preisbewusstsein der Verbraucher bleibe hoch und gleichzeitig steige die Bereitschaft, für Markenprodukte mehr auszugeben.

Weitere Erkenntnisse aus der Studie: Künstliche Intelligenz setzt sich im Handel durch. Sie eröffnet neue Möglichkeiten: Der Komfort der Verbraucher kann erhöht, dem Fachkräftemangel begegnet, der ländliche Raum besser erschlossen werden. Zudem würden  nachhaltiger Konsum durch den Druck der Generation Z und regulatorische Vorschriften zum Mainstream.

Dr. Christian Wulff, Leiter des Fachbereichs Handel und Konsumgüter bei PwC Deutschland und EMEA, erläutert: „Damit setzen sich auch beim Konsum die Präferenzen der Digital Natives durch, etwa in Bezug auf Nachhaltigkeit und innovative Technologien. Konsumbedürfnisse und Einkaufsverhalten werden diverser, Kundensegmente fragmentierter.“

Empfehlungen für Händler: Balance zwischen Kundenfokus und Kosten

Der Marktanteil von Produkten, die als gesund gelten, wird laut der Studie bis 2030 weiter zunehmen. Die Markenloyalität sinkt weiter. Eine Ausnahme wüden Lifestyle-Produkte wie Luxusmode-Labels oder hochwertige Smartphones bilden.

Self-Checkout-Kassen und autonome Stores werden nach Einschätzung von PwC zu einem wichtigen Faktor im stationären Einzelhandel. Sie bieten nicht nur mehr Komfort für die Kunden, sondern helfen auch, dem Fachkräftemangel zu begegnen. Für 2030 prognostiziert die Studie, dass rund jede fünfte Stelle im Handel unbesetzt bleiben wird.

Wulff rät Händlern, ihren Kundenfokus zu schärfen, aber die Kosteneffizienz nicht zu vernachlässigen. „Ob ein Handelsunternehmen künftig erfolgreich ist, wird von seinen Fähigkeiten abhängen, den richtigen Fokus zu setzen und das Geschäftsmodell so weiterzuentwickeln, dass sich Kundenorientierung und Kosteneffizienz die Waage halten“, so der PwC-Experte.

Durch die Integration von Vertriebskanälen und Store-Formaten müsse ein echtes Omnichannel-Shopping ermöglicht werden. Topthemen der nächsten Jahre seien Künstliche Intelligenz und Nachhaltigkeit.

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