Verbraucherschutz Lagergebühr bei Flink unzulässig

Der Lieferservice Flink darf keine Lagergebühr für bestimmte Produkte berechnen. Das hat das Landgericht Berlin II entschieden. Gegen Flink hatte die Verbraucherzentrale Hamburg geklagt. Das Urteil ist jedoch noch nicht rechtskräftig, da Flink Berufung eingelegt hat.

Mittwoch, 19. Juni 2024, 13:43 Uhr
Julia Krone (mit dpa)
Bildquelle: Flink

Das Landgericht Berlin II (Az.: 52 O 157/23) hat es dem Lieferservice Flink untersagt, Kunden für ihren getätigten Einkauf eine Lagergebühr zu berechnen. Die Verbraucherzentrale Hamburg hatte das Unternehmen verklagt, da es die Abgabe einer von den Verbraucherschützern eingeforderten Unterlassungserklärung abgelehnt hatte. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Flink geht in die Berufung.

Die Entscheidung betrifft die Praxis von Flink, bei der Bestellung bestimmter Produkte eine zusätzliche Lagergebühr von 1,99 Euro zu verlangen. Diese Gebühr wurde als unangemessene Benachteiligung der Verbraucher bewertet, da sie unabhängig von der Produktmenge pro Bestellung berechnet wurde. Julia Rehberg von der Verbraucherzentrale Hamburg kritisiert: „Die Lagerung von Waren zur schnellen Lieferung ist im Interesse von Flink und darf nicht auf die Kunden abgewälzt werden.“

Flink argumentiert, dass die Lagergebühr notwendig sei, um die Infrastruktur für die sichere Aufbewahrung bestimmter Produkte zu finanzieren. Die Verbraucherschützer sind jedoch der Ansicht, dass solche Kosten bereits im Produktpreis enthalten sein sollten. „Es ist nicht gerecht, dass Verbraucher zusätzlich belastet werden, nur weil einige Produkte preisgebunden sind“, so Rehberg weiter.

Anzeige

analytica 2026

analytica: die ganze Welt des Labors

Die Weltleitmesse für Labortechnik, Analytik, Biotechnologie und die analytica conference vom 24. bis 27. März 2026 in München.
Mehr erfahren

Neue Produkte

Regional-Star 2025 - Die Nominierten