Nachhaltigkeit Interesse an Fairtrade-Produkten lässt nach

Der Absatz von Fairtrade-Produkten ist 2023 leicht zurückgegangen. Die generelle Kaufzurückhaltung sei auch an dem Zertifizierer nicht vorbeigegangen, sagte Detlev Grimmelt, Vorstand Marketing und Vertrieb, auf der Jahrespressekonferenz von Fairtrade Deutschland.

Dienstag, 07. Mai 2024, 12:18 Uhr
Lebensmittel Praxis
Bildquelle: Carsten Hoppen

Im vergangenen Jahr wurden beispielsweise 23.000 Tonnen Kaffee mit Fairtrade-Siegel verkauft, ein Minus von 3,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Grund hierfür sei, dass Verbraucher stärker zu günstigem Kaffee gegriffen hätten. Der Absatz von Fairtrade-Bananen ging um 3 Prozent auf 114.000 Tonnen zurück, Kakaobohnen verloren 1,4 Prozent (80.300 Tonnen). Der Marktanteil von Fairtrade-Kakao blieb den Angaben zufolge stabil bei 17 Prozent. 2023 wurden rund 466 Millionen faire Blumen verkauft (-3,9 Prozent). Jede dritte Rose in Deutschland ist demnach fair gehandelt.  

Die Rückgänge beim Absatz konnten durch Preissteigerungen überkompensiert werden. So legte der Umsatz mit Fairtrade-Produkten in Deutschland 2023 um 8,5 Prozent  auf 2,6 Milliarden Euro zu. Erstmals lagen die Pro-Kopf-Umsätze hierzulande bei über 30 Euro. 42 Millionen Euro an Fairtrade-Prämien flossen neben dem Mindestpreis zusätzlich in Gemeinschaftsprojekte im Globalen Süden. 

Claudia Brück, Vorständin für Kommunikation und Politik, fügte hinzu: „Am Megatrend Nachhaltigkeit ist nicht zu rütteln. Politische Regulierungen wie das neue EU-Lieferkettengesetz fordern Verantwortung von Unternehmen. Hier leistet Fairtrade wichtige Unterstützung.“ Ziel der Gesetzgebung ist es, Menschenrechte in globalen Lieferketten zu wahren. Die neuen Anforderungen werden in die Fairtrade-Standards integriert. 

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