Tarifverhandlungen NRW Kein Abschluss für den Einzelhandel

Auch in der siebten Verhandlungsrunde im Tarifstreit des nordrhein-westfälischen Einzelhandels haben die Parteien keinen Abschluss erzielt. Das teilte der Handelsverband Nordrhein-Westfalen nach dem Treffen in Recklinghausen mit.

Mittwoch, 18. Oktober 2023 - Handel
Lebensmittel Praxis
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Der Landesbezirk NRW sei laut einer Verdi-Sprecherin bei den regional geführten Verhandlungen in den Bundesländern der bundesweit erste, in dem bereits zum siebten Mal verhandelt wurde. Mehr als 1.200 Beschäftigte aus ganz NRW hätten sich laut Verdi am Dienstag, dem 17.10.2023 an den Warnstreiks beteiligt. Verdi forderte 2,50 Euro mehr Lohn pro Stunde und mindestens 13,50 Euro pro Stunde bei einer Laufzeit von einem Jahr.

Die Arbeitgeber haben nach eigenen Angaben bei einer Laufzeit von zwei Jahren ein Angebot mit einem Volumen von insgesamt 8,5 Prozent Erhöhungen sowie Zahlung von Inflationsausgleichsprämien abgegeben. „Dass wir bei den hohen Inflationsraten und angesichts der massiven Wirtschaftskrise mit einem solchen Vorschlag keine Einigung erzielen konnten, ist sehr bedauerlich“, erklärt Christopher Ranft, der Verhandlungsführer der Arbeitgeberseite. „Umso mehr, als dass wir erstmalig einen Mechanismus vorgestellt haben, der das Tarifergebnis gegen erwartbare Schwankungen der Inflationsrate im kommenden Jahr abgesichert hätte“, so Ranft weiter.

In den bereits seit April laufenden Tarifverhandlungen hatte der Handelsverband Deutschland (HDE) Mitte September seinen Mitgliedsunternehmen empfohlen, die Entgelte noch vor einem offiziellen Tarifabschluss ab Oktober um 5,3 Prozent anzuheben. Zahlreiche Handelsunternehmen hatten daraufhin angekündigt, die Empfehlung umzusetzen. Die Erhöhungen sollen später mit dem Tarifabschluss verrechnet werden. Verdi hatte diese freiwillige Anhebung als „völlig unzureichend“ bezeichnet. Im NRW-Einzelhandel arbeiten laut Verdi rund 517.000 sozialversicherungspflichtige und 197.000 geringfügig Beschäftigte.

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