Heimtiermarkt LEH ist Spitzenreiter beim Tierfutter

Der LEH gilt weiterhin als Hauptabsatzweg für Heimtier-Fertignahrung. Bei Bedarfsartikeln und Zubehör hat der Fachhandel die Nase vorn. Bei konstantem Absatz sorgten gestiegene Preise für ein Umsatzplus.

Donnerstag, 06. April 2023 - Handel
Lebensmittel Praxis
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Bildquelle: Getty Images

Trotz Inflation bewegt sich die deutsche Heimtierbranche immer noch auf einem hohen Absatzniveau. So verzeichnet der stationäre Fach- und Lebensmitteleinzelhandel einen Gesamtumsatz von 5,126 Milliarden Euro und damit ein Umsatzplus von 7,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Wird auch der Online-Handel und Wildvogelfutter hinzugezählt, besitzt die Branche einen Gesamtumsatz von 6,5 Milliarden Euro.

Das hohe Umsatzplus ist hierbei auf die inflationsbedingten gestiegenen Preise der Heimtierprodukte zurückzuführen. Denn die Absatzmengen des Futters seien weiterhin konstant, so Georg Müller, Vorsitzender des Industrieverbands Heimtierbedarf (IVH) e. V. Dafür mache sich die aktuell schwierige finanzielle Lage bei den Verbrauchern in den Ausgaben für Bedarfsartikel und Zubehör wie Kratzbäume oder Gehege bemerkbar. So ging in diesem Bereich der Umsatz im Jahr 2022 um 0,9 Prozent zurück.

Hauptabsatzweg für Heimtierfutter ist dabei mit einem Umsatzanteil von 62 Prozent immer noch der LEH. Bedarfsartikel und Zubehör werden mit einem Umsatzanteil von 79 Prozent von den Verbrauchern am liebsten im Fachhandel erworben. Auch das Internet wird mit einer Umsatzsteigerung von 14 Prozent eine immer beliebtere Anlaufstelle beim Kauf von Heimtierbedarf.

Wird das Futtersegment nach Tierarten aufgeteilt, macht auch im Jahr 2022 mit einem Umsatzplus von 12,5 Prozent Katzenfutter das Rennen. Doch auch der Markt für Hundefutter wuchs im gleichen Jahr mit einem Plus von 7,8 Prozent. Lediglich Kleintierfutter konnte mit 7,1 Prozent ein Umsatzminus im Vergleich zum Vorjahr verzeichnen.

Der Markt für Heimtiere scheint auch in Zukunft weiterhin interessant zu bleiben. So lebt laut einer Umfrage des Marktforschungsinstituts Skopos fast die Hälfte aller deutschen Haushalte zusammen mit einem Heimtier. Insgesamt sind dies 34,4 Millionen Hunde, Katzen, Kleinsäuger und Ziervögel. Hinzu kommen noch etliche Zierfische und Terrarienarten. Trotz Herausforderungen wie Corona-Pandemie und Inflation werden die Verbraucher also auch weiterhin auf die Gesellschaft der tierischen Begleiter setzen.

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