Energiepreise HDE fordert Entlastungen

140.000 statt 80.000 Euro im durchschnittlichen Supermarkt: Angesichts derart gestiegener Energie- und Stromkosten fordert Stefan Genth (Foto), Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Deutschland (HDE), gezielte Entlastungen.

Dienstag, 15. März 2022 - Handel
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Artikelbild HDE fordert Entlastungen
Bildquelle: Hoffotografen

„Der russische Krieg in der Ukraine hat bei Strom- und Energiepreisen zu einer Situation geführt, die die finanziellen Möglichkeiten vieler Handelsunternehmen, Logistiker und Privatverbraucher auf eine harte Belastungsprobe stellt“, teilt Genth in einer HDE-Presseinformation mit. Der freie Markt sei in dieser Situation überfordert: Deshalb müsse, zeitlich befristet, der Staat eingreifen.

Laut HDE müssen die Handelsunternehmen aufgrund der neuen Energiesituation bereits tiefer in die Tasche greifen: Die Stromkosten eines Supermarkts mit 1.000 Quadratmetern Fläche etwa sind aufs Jahr gerechnet von 80.000 vor dem Ukraine-Krieg auf über 140.000 Euro zum aktuellen Stand gestiegen. Genth führt an, dass der deutsche Einzelhandel einen jährlichen Energieverbrauch von 47 Terrawattstunden besitzt: „Die aktuellen Anstiege bei den Energiepreisen reißen da teilweise große Löcher in die Kalkulationen.“

Die Logistik benötigt ebenfalls Unterstützung, so der HDE-Geschäftsführer: „Die hohen Diesel-Preise machen es den LKW-Unternehmern schwer, wirtschaftlich zu arbeiten und die Logistik unter den erschwerten Bedingungen aufrecht zu erhalten. Deshalb muss die Politik eine zeitlich befristete Vergünstigung für Gewerbe-Diesel einführen.“ Daneben sieht Genth auch bei Verbrauchern mit niedrigem Einkommen Handlungsbedarf: Gestiegene Heiz- und Stromkosten würden die Kaufkraft schwächen und den dringend notwendigen Aufschwung der Binnenkonjunktur gefährden. „Hier ist großer Handlungsbedarf. Die Bundesregierung muss für Entlastung sorgen.“

Der HDE fordert, dass die Stromsteuer auf das von der EU zugelassene Mindestmaß abgesenkt wird. Zudem sei eine temporäre Aussetzung des Emissionshandels auf Landes- und EU-Ebene sinnig, da durch die hohen Preise kein Bedarf an einer weiteren, künstlichen Veteuerung von Energie bestünde.

 

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