Anzeige

Verbraucherpreise Geringe Mehrwertsteuer dämpft Inflation

Lebensmittel Praxis | 13. August 2020
Verbraucherpreise: Geringe Mehrwertsteuer dämpft Inflation
Bildquelle: LP-Archiv

Nach der Senkung der Mehrwertsteuer ist die Inflation in Deutschland erstmals seit gut vier Jahren wieder gefallen. Nahrungsmittel haben sich zum Vorjahr aber verteuert, insbesondere Alkohol und Tabakwaren. Großhandelspreise sind gesunken.

Anzeige

Die Verbraucherpreise gaben im Juli gemessen am Vorjahresmonat um 0,1 Prozent nach, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag mitteilte. Die Wiesbadener Behörde bestätigte damit vorläufige Daten. Zum letzten Mal war die Jahresinflation im April 2016 negativ gewesen mit ebenfalls minus 0,1 Prozent. Deutlich günstiger als im Juli 2019 waren Haushaltsenergie und Kraftstoffe (minus 6,7 Prozent). Nahrungsmittel, darunter Fleisch und Obst, verteuerten sich binnen eines Jahres insgesamt um 1,2 Prozent.

Im Vergleich zum Vormonat Juni sanken die Verbraucherpreise um 0,5 Prozent. Um den Konsum in der Corona-Krise anzukurbeln, hat die Bundesregierung die Mehrwertsteuer vom 1. Juli an für ein halbes Jahr gesenkt: von 19 auf 16 Prozent beziehungsweise 7 auf 5 Prozent. Händlern und Dienstleistern steht es frei, ob und wie sie die niedrigere Mehrwertsteuer an die Verbraucher weitergeben.

Die Verkaufspreise im Großhandel lagen im Juli 2020 um 2,6 Prozent niedriger als im Juli 2019. Wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilt, hatte die Veränderung gegenüber dem Vorjahr im Juni 2020 bei -3,3 Prozent und im Mai 2020 bei -4,3 Prozent gelegen. Im Vormonatsvergleich stiegen die Großhandelsverkaufspreise im Juli 2020 um 0,5 Prozent.