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Werbeausgaben LEH bleibt top

Lebensmittel Praxis | 20. April 2020
Werbeausgaben: LEH bleibt top
Bildquelle: Lidl Deutschland

Trotz rückläufiger Ausgaben führt der Lebensmittel-Einzelhandel im ersten Quartal 2020 die Branchenliste in Sachen Werbung an. Topwerber waren Lidl und Rewe. Der mit Abstand größte Werbetreibende insgesamt war im ersten Quartal 2020 Procter & Gamble, gefolgt von Ferrero. Die Zahlen nannte Nielsen-Experte Dirk Reinbothe.

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Der deutsche Werbemarkt weist im 1. Quartal 2020 gegenüber dem Vorjahreszeitraum ein leichtes Minus von -0,3 Prozent aus, wobei die Corona-Auswirkungen bereits deutlich im Monat März mit einem Minus von -5,9 Prozent zu erkennen sind. Das zeigt die aktuelle Bilanz zum Bruttowerbemarkt von Nielsen. „Der Gesamtbruttowerbemarkt der von Nielsen im Rahmen des bereinigten Werbetrends beobachteten Medien beläuft sich für das erste Quartal 2020 auf insgesamt 8,1 Milliarden Euro Bruttowerbeausgaben. Die März-Daten zeigen teilweise bereits hohe Verluste bei den einzelnen Medien, wobei die Auswirkungen der Corona-Krise erst mit den Monatsdaten April deutlicher werden“, so Dirk Reinbothe, Director Marketing Effectiveness bei Nielsen.

Als Top-Branche – ohne Berücksichtigung der Medien- und Unternehmenswerbung – konnte sich trotz eines Rückgangs von -4,9 Prozent (März -18,1 Prozent) der Lebensmittel-Einzelhandel mit insgesamt 0,55 Milliarden Euro Bruttowerbeausgaben im ersten Quartal des Jahres behaupten.

Der mit Abstand größte Werbetreibende insgesamt ist erneut Procter & Gamble mit Werbeinvestitionen in Höhe von 0,26 Milliarden Euro im ersten Viertel des Jahres und einem Wachstum von 18,9 Prozent (März +14,5 Prozent). An zweiter Stelle platziert sich Ferrero ebenfalls mit einem zweistelligen Zuwachs von 16,3 Prozent (März +30,2 Prozent).

Mit Lidl (+18,0 Prozent / März +5,0 Prozent), Rewe (+1,2 Prozent / März -14,9 Prozent), Edeka (+1,9 Prozent / März +8,7 Prozent) und Aldi Gesamt (-25,5 Prozent / März -28,7 Prozent) haben sich vier Lebensmittel-Einzelhändler unter den Top-Werbetreibenden platzieren können.

L’Oreal (-17,1 Prozent / März -31,3 Prozent) hat nach den Nielsen-Zahlen die Werbeausgaben in den ersten drei Monaten gegenüber Vorjahr reduziert. Amazon (+44,7 Prozent / März -34,7 Prozent) hingegen investierte mehr in den ersten drei Monaten in Werbung.

Leitmedium der deutschen Werbungstreibenden bleibt das Fernsehen: 3,7 Milliarden Euro, ein Plus von 2,1 Prozent gegenüber Vorjahr. Für den März verzeichnet Reinbothe aber schon ein Minus von 1,1 Prozent. Stark zugelegt hat hingegen der Bereich Online: „Online schließt die ersten drei Monate mit einem Plus von 7,5 Prozent und Werbeumsätzen von 0,9 Milliarden ab und ist im Medienvergleich im März definitiv der Gewinner der Corona-Krise mit einem Wachstum von 5,1 Prozent“, sagt Nielsen-Fachmann Reinbothe.

Gut belegt war in den ersten beiden Monaten des Jahres auch der Bereich Out-of-Home (plus 2,7 Prozent). Im März gab es schon ein leichtes Minus mit 0,9 Prozent, wobei Reinbothe mit einem weit stärkeren Rückgang im April rechnet. Am stärksten zurück gingen Kino-Werbung (im März -24,1 Prozent) sowie Werbung im Radio (im März -21,2 Prozent).