Bargeld im Zahlungsverkehr Bundesbank zu aktuellen Fakten

Die Deutschen hängen an Scheinen und Münzen. Doch die Sorge vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus ist groß. Kommt Bargeld in der Krise aus der Mode?

Dienstag, 14. April 2020 - Handel
Lebensmittel Praxis
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Bildquelle: Aldi Süd

Die meisten Menschen in Deutschland bezahlen Umfragen der Bundesbank zufolge seit Beginn der Corona-Krise ihren Einkauf wie gewohnt. Lediglich 25 Prozent von rund 1000 Befragten haben ihr Zahlungsverhalten geändert. „Wir können aus der aktuellen Momentaufnahme nur erkennen, dass – auch wenn es ernst wird, also in der Krise – Bargeld immer noch ein sehr beliebtes Zahlungsmittel des täglichen Gebrauchs ist“, sagte Bundesbank-Vorstand Johannes Beermann der Deutschen Presse-Agentur.

Die Nachfrage nach Scheinen und Münzen bei der Bundesbank ist Beermann zufolge nicht geringer geworden. Nach einem Anstieg zu Beginn der Pandemie hätten sich die Volumina jetzt wieder in etwa auf Vorjahresniveau eingependelt. Dagegen habe die Bundesbank Erkenntnisse, „dass im bargeldlosen Bereich, zum Beispiel bei Kreditkarten, die Zahlungsvolumina deutlich zurückgegangen sind. Das kann auch gar nicht anders sein, weil viele Geschäfte ja geschlossen sind“, sagte Beermann.

Fast alle, die ihr Zahlungsverhalten geändert haben, begleichen Einkäufe der Umfrage zufolge seltener bar (90 Prozent). 79 Prozent zahlen häufiger kontaktlos mit der Girocard und 62 Prozent verstärkt mit PIN oder Unterschrift. Doppelnennungen waren möglich. Als Gründe nannten diese Befragten hygienische Überlegungen, Infektionsschutz und Kontaktvermeidung. Ein Viertel der Verbraucher, die ihre Einkäufe seltener mit Scheinen und Münzen beglichen, führten dies auf Aufforderungen oder Hinweise in den Geschäften vor Ort zurück. 18 Prozent verwiesen auf allgemeine Hinweise zu Maßnahmen gegen das Coronavirus.

Beermann betonte, es gebe keine Erkenntnisse, dass Verbraucher bei der Verwendung von Bargeld einem höheren Ansteckungsrisiko mit dem neuen Coronavirus ausgesetzt seien.

Wie Menschen mit unverändertem Zahlungsverhalten ihre Einkäufe begleichen, wurde nicht gefragt. Grundsätzlich wird auch in Deutschland inzwischen häufiger ohne Scheine und Münzen bezahlt. Lebensmittel Praxis berichtete darüber.

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