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Weniger Fleischer und Bäcker Abwärtstrend setzt sich unvermindert fort

Lebensmittel Praxis | 14. April 2020
Weniger Fleischer und Bäcker: Abwärtstrend setzt sich unvermindert fort
Bildquelle: Getty Images

Zahlreiche Bäcker und Fleischer in Deutschland haben auch im vergangenen Jahr aufgegeben. Der seit Jahren anhaltende Abwärtstrend hält damit an. Welche Folgen zusätzlich die Corona-Krise mit sich bringt, hängt insbesondere vom Geschäftsmodell der Betriebe ab.

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Im vergangenen Jahr setzte sich der Konzentrationsprozess fort. Die Zahl der in der Handwerksrolle eingetragenen Bäckereien sank um vier Prozent auf 10.491. Fünf Jahre zuvor waren es noch mehr als 12.600.

Die Zahl der Fleischereien schrumpfte nach Daten des Zentralverbands des Deutschen Handwerks um knapp 2,8 Prozent auf 12.552. Im Jahr 2014 waren es rund 14.900. Konkurrenz von Discountern und Supermärkten, aber auch Fachkräfte- und Nachwuchsmangel belasten die beiden großen Zweige des Lebensmittelhandwerks.

Der kleine Dorfbäcker, der überwiegend Brot und Brötchen anbietet, dürfte in der aktuellen Corona-Krise nur einen relativ geringen Umsatzrückgang verzeichnen, sagte Daniel Schneider, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands des Deutschen Bäckerhandwerks. „Bäckern, die Catering anbieten, oder Kantinen beliefern, bricht dagegen ein großer Teil des Umsatzes weg“. Das gelte auch für Bäckereien, die gleichzeitig ein Café betreiben oder für Verkaufsstellen an Bahnhöfen oder Flughäfen. „Bäckereien in Tourismusorten verzeichnen Umsatzeinbrüche von bis 90 Prozent“.

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Ähnlich ist es im Fleischerhandwerk. „Fleischereien, die hauptsächlich über die Theke verkaufen und gut erreichbar sind, können derzeit eher Umsatzzuwächse verzeichnen“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Deutsche Fleischer-Verbandes, Martin Fuchs. „Liegen die Betriebe in leer gefegten Stadtlagen oder haben sie einen hohen Catering-Anteil, dann müssen erhebliche Umsatzeinbußen getragen werden.“