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Die Grünen Pfand für Plastik

Lebensmittel Praxis | 29. August 2018
Die Grünen: Pfand für Plastik

Bildquelle: Grüner Punkt

Im Kampf gegen Plastikmüll fordern die Grünen eine Vereinfachung des deutschen Pfandsystems und eine Abgabe auf Einweg-Flaschen für Getränke, unabhängig vom Inhalt und ausnahmslos. "Wir wollen die Pfandsysteme so vereinheitlichen, dass jeder Laden ab einer bestimmten Größe auch alle Flaschen zurücknimmt", heißt es in einem Aktionsplan, den Fraktionschef Anton Hofreiter vorstellte. Mit den Einnahmen aus einer Einweg-Abgabe wollen die Grünen nationale und regionale Mehrweg-Projekte fördern.

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Zudem unterstützen sie einen Vorschlag aus Brüssel, bestimmte Wegwerf-Produkte aus Plastik zu verbieten. Dazu gehören beispielsweise Einweg-Plastikgeschirr, Strohhalme, Watte- und Rührstäbchen oder Luftballonhalter. Für Einweg-Produkte, die von dieser Initiative nicht erfasst sind, fordert die Bundestagsfraktion ebenfalls eine Abgabe – etwa auf Plastiktüten, Coffee-to-go-Becher und Take-away-Verpackungen.

Weiter fordern die Grünen im Bundestag, "eine Regulierung der Industrie, damit diese zum Beispiel vermehrt auf materialsparende Nachfüllbeutel setzt anstatt auf massive Plastikflaschen", wie es im Aktionsplan heißt. Auch "überdimensionierte Schummel-Verpackungen" will die Fraktion abschaffen, um die Müllberge zu verkleinern.

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