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GfK Stationärer Einzelhandel wächst EU-weit

Lebensmittel Praxis | 22. Mai 2018
GfK: Stationärer Einzelhandel wächst EU-weit

Bildquelle: Getty Images

Der stationäre Einzelhandel holt wieder auf. Einer aktuellen Studie der Gesellschaft für Konsumforschung zufolge konnte das Nachfragewachstum im vergangenen Jahr Marktanteilsverluste des stationären Handels gegenüber dem Onlinehandel kompensieren. Die Marktforscher erwarten in den 28 EU-Staaten für dieses Jahr ein nominales Umsatzwachstum des Einzelhandels von 2,1 Prozent.

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Dieses werde jedoch nur geringfügig über dem prognostizierten Anstieg der Inflationsrate liegen, sodass real nur mit einem leicht wachsenden Einzelhandelsumsatz in Europa gerechnet wird.

Innerhalb der betrachteten europäischen Länder war im vergangenen Jahr ein weiterer Zuwachs der absoluten Verkaufsfläche zu beobachten. Einzige Ausnahme waren die Niederlande mit –0,4 Prozent. Bei der Pro-Kopf-Betrachtung ergibt sich aber ein anderes Bild: In der Hälfte der betrachteten Länder blieb die Verkaufsfläche pro Kopf konstant oder sank sogar leicht. Laut Studie steht Einwohnern in den Beneluxstaaten (1,48 –1,64m²) mehr als doppelt so viel Verkaufsfläche zur Verfügung als etwa den Einwohnern Rumäniens (0,72m²).

Analog zur Verkaufsflächenausstattung pro Kopf ergibt sich bei der Entwicklung der Flächenleistung ein gemischtes Bild in Europa. So sank sie in Schweden um 1,5 Prozent auf 6.000 Euro/m², was aber immer noch ein hohes Niveau darstellt. Ein rückläufiger Umsatz pro Fläche war 2017 auch für Belgien zu beobachten. Hier fiel das Minus mit –1,1 Prozent jedoch nicht ganz so groß aus. Eine restriktive Planung mit protektionistischen Tendenzen bremste in Ungarn die Expansion internationaler Einzelhandelsunternehmen. Folglich fanden großflächige Neuentwicklungen nur in begrenztem Maße statt. Die kräftig wachsenden Einzelhandelsumsätze befeuern damit die Flächenproduktivität, die 2017 um 6,9 Prozent auf 2.997 Euro/m² stieg. Auch in anderen osteuropäischen Staaten konnten steigende Mietniveaus in angespannten Gewerbeimmobilienmärkten durch einen dynamischen Zuwachs der Flächenleistungen zum Teil kompensiert werden.