Das Signa-Angebot liege deutlich unter dem eigentlichen Wert des deutschen Geschäftes und damit verbundener Immobilienwerte. Zum anderen äußerte das Gremium Zweifel an der Finanzierung des Angebots. Kaufhof-Chef Roland Neuwald kündigte gestern an, bis 2020 rund 400 der rund 1.600 Arbeitsplätze in der Kölner Konzernzentrale sozialverträglich zu streichen. Er sagte dem «Kölner Stadt-Anzeiger», das Unternehmen brauche eine wettbewerbsfähige Kostenstruktur. Derzeit seien die Kosten viel höher als bei den Wettbewerbern. Parallel soll mit Verdi über einen Tarifvertrag zur Beschäftigungssicherung verhandelt werden. Das Unternehmen erhofft sich durch Zugeständnisse der Mitarbeiter eine „finanzielle Atempause. Neuwald warnte auch im Gespräch mit «Bild»: Sollte Verdi beim Tarifvertrag für die 21.000 Beschäftigten nicht zu Einschnitten bei Lohn, Urlaubs- und Weihnachtsgeld bereit sein, müsse man auch über einen Stellenabbau in den Filialen sprechen. Neuwald betonte, bei des Sanierungsbemühungen müsse jeder einen Beitrag leisten: der Eigentümer, die Manager, die Mitarbeiter und ebenso die Lieferanten in Form von Preisnachlässen.
Hudson‘s Bay Company Angebot für Kaufhof abgelehnt
(HBC) will seine deutsche Warenhaustochter Kaufhof nicht an den österreichischen Karstadt-Eigentümer Signa verkaufen. Der HBC-Aufsichtsrat habe ein weiteres Signa-Angebot einstimmig abgelehnt; daraufhin habe Signa die Offerte zurückgezogen, teilte HBC in Toronto mit.
Das könnte Sie auch interessieren
Im Heft
Wettbewerbsinfos
Videos vom Supermarkt des Jahres 2026 - Nominierte und Gewinner
-
Rewe Familie Engel in Biberach
-
Edeka Schenke in Gütersloh
-
Rewe Markt Würmtalstraße in München
-
Rewe Center in Egelsbach
-
Combi Markt in Bunde
-
Marktkauf in Löhne
-
Rewe Ioannis Mouratidis in München
-
Edeka McLenachan in Berlin
-
E-Center Schroff in Kleve
-
Rewe Markt Bonner Straße in Köln
-
Kaufland in Waiblingen
-
Edeka Frischecenter Komp in Wesel
Handelsstrategien
-
WiderredeLoyalty-Apps im Lebensmittelhandel – unverzichtbar oder überschätzt?Die Mehrheit der Lebensmittelhändler bietet Kunden eine Loyalty-App an. Sind App-Angebote also heute unverzichtbar?
-
Niedrigwasser am Rhein70 Prozent höhere Frachtkosten – warum die Lebensmittelbranche kaum ausweichen kannKönnen Flüsse wie der Rhein kaum noch befahren werden, sind die Folgen erheblich. Straße und Schiene sind zu Binnenschiffen eine begrenzte Alternative. Resilienz wird zum Auftrag.
-
Edeka im StrukturwandelWie viele Regionalgesellschaften braucht die Handelsgruppe?Der Dreiklang aus Zentrale, noch sechs Regionen und den Selbstständigen stärkt und schwächt die Edeka gleichzeitig. Braucht Digitalisierung weniger Kleinstaaterei?
Viel gelesen in Handel
-
Jahresgespräche 2026Rabatte reichen nicht mehr – worüber Handel und Industrie jetzt wirklich verhandeln -
Interview mit Preisexperte Christoph Krauss„In der Todeszone droht die Auslistung“ – warum B-Marken die schwierigsten Jahresgespräche führen -
LP-BranchenwettbewerbMit Frische, Service und Atmosphäre zum Sieg – das sind die besten Blumenabteilungen 2026 -
WettbewerbsdruckWie Drogeriemärkte dem Lebensmittelhandel immer mehr Umsatz abnehmen
Läden
-
Marktrundgang800.000 Euro für den Neustart – so hat der Superbiomarkt in Münster eine Aldi-Fläche verwandeltSuperbiomarkt hat das Schutzschirmverfahren überwunden, sich konsolidiert und erweitert nun wieder sein Filialnetz. In Münster-Gremmendorf setzt Vorstand Luca Radau auf einen strategischen Standort.
-
MarktrundgangKlasse statt Masse – wie Edeka Prechtl Lebensmittel neu inszeniertEin Frischemarktplatz am Eingang, regionale Produkte mit eigener Bühne und ein flexibler Check-out: Edeka Prechtl gestaltet in Oberaudorf den Supermarkt neu – mit viel Raum für Genuss, Beratung und Spezialitäten.
Produktwissen
-
ProduktwissenVon Dijon bis Feigensenf – Vielfalt schafft Kaufimpulse im RegalOhne Senf wären viele Speisen fade. 76 Prozent der Deutschen kaufen ihn daher regelmäßig. Dabei trägt das Senfregal zur regionalen Profilierung bei.
-
ProduktwissenFranciacorta – die italienische Premium-Alternative zu ChampagnerDer italienische König des Schaumweins entsteht durch Flaschengärung. Den Franciacorta herzustellen, erfordert viel Handarbeit.
Personalien Handel
-
Strategische DifferenzenKonsum Dresden trennt sich von Vorstandsmitglied Roger Ulke -
Personalien der WocheNeue Köpfe für Lebensmittelhandel und -industrie -
KosmetikbrancheKao weitet Aufgabengebiet von Michael Cramer aus -
Tetesept-ProduzentHeiko Barth soll internationales Geschäft bei Merz Lifecare leiten
Nachhaltigkeit
-
KlimafolgenGreenpeace sieht Hitzesommer-Kosten von mindestens 36 Milliarden Euro -
Simon-Kucher-UmfrageMehrheit würde für nachhaltige Verpackungen mehr zahlen -
Koalitionsstreit KlimaschutzSPD will Klimaanpassung im Grundgesetz verankern -
Verpackungsverordnung tritt in KraftEU verbietet Ewigkeitschemikalien in Lebensmittelverpackungen
Im Gespräch
-
Famila-Warenhausleiter im Interview„Traditionelle Angebote sind erfolgreich“ – warum Klassiker zur WM den Unterschied machenOliver Wagner vom Famila-Warenhaus in Neustadt setzt zur Fußball-WM vor allem auf bewährte Sortimente statt teurer Aktionen – und erklärt, warum zu viel Event schnell zum Verlustgeschäft wird.
-
Rewe-Category-Manager im InterviewGrilltheke als Erlebnisfläche – so steigert Cross-Selling den UmsatzGeflügel legt zu, Schweinefleisch bleibt Klassiker und Grillfans setzen zunehmend auf Vielfalt statt großer Einzelstücke. Matthias Gaude von Rewe Nord erklärt im Interview, welche Produkte sich in der Grillsaison besonders gut verkaufen und wie Händler ihr Sortiment optimal inszenieren.
