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Hudson‘s Bay Company Angebot für Kaufhof abgelehnt

Lebensmittel Praxis | 08. Februar 2018
Hudson‘s Bay Company: Angebot für Kaufhof abgelehnt

Bildquelle: Galeria Kaufhof

(HBC) will seine deutsche Warenhaustochter Kaufhof nicht an den österreichischen Karstadt-Eigentümer Signa verkaufen. Der HBC-Aufsichtsrat habe ein weiteres Signa-Angebot einstimmig abgelehnt; daraufhin habe Signa die Offerte zurückgezogen, teilte HBC in Toronto mit.

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Das Signa-Angebot liege deutlich unter dem eigentlichen Wert des deutschen Geschäftes und damit verbundener Immobilienwerte. Zum anderen äußerte das Gremium Zweifel an der Finanzierung des Angebots. Kaufhof-Chef Roland Neuwald kündigte gestern an, bis 2020 rund 400 der rund 1.600 Arbeitsplätze in der Kölner Konzernzentrale sozialverträglich zu streichen. Er sagte dem «Kölner Stadt-Anzeiger», das Unternehmen brauche eine wettbewerbsfähige Kostenstruktur. Derzeit seien die Kosten viel höher als bei den Wettbewerbern. Parallel soll mit Verdi über einen Tarifvertrag zur Beschäftigungssicherung verhandelt werden. Das Unternehmen erhofft sich durch Zugeständnisse der Mitarbeiter eine „finanzielle Atempause. Neuwald warnte auch im Gespräch mit «Bild»: Sollte Verdi beim Tarifvertrag für die 21.000 Beschäftigten nicht zu Einschnitten bei Lohn, Urlaubs- und Weihnachtsgeld bereit sein, müsse man auch über einen Stellenabbau in den Filialen sprechen. Neuwald betonte, bei des Sanierungsbemühungen müsse jeder einen Beitrag leisten: der Eigentümer, die Manager, die Mitarbeiter und ebenso die Lieferanten in Form von Preisnachlässen.