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Galeria Kaufhof Investor drängt HBC zu Verkauf

Lebensmittel Praxis | 01. August 2017
Galeria Kaufhof: Investor drängt HBC zu Verkauf

Bildquelle: Galeria Kaufhof

Die Warenhauskette Galeria Kaufhof kommt nicht zur Ruhe. Ein US-Investor hat den kanadischen Mutterkonzern HBC aufgefordert, sich aus Europa zurückzuziehen und Kaufhof zu verkaufen.

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Investor Jonathan Litt hält über seinen Fonds „Land and Buildings“ laut „Handelsblatt“ 5 Prozent an HBC. Litt plädierte in einem offenen Brief sogar für die Absetzung des HBC-Vorstands. Namentlich nannte er HBC-CEO Jerry Storch und Chairmen Richard Baker, die vor fast zwei Jahren den Kauf von Galeria Kaufhof verantwortet hatten.
Der Vorstoß bringt weitere Unruhe in das Unternehmen. Erst vor Kurzem hatte der Warenkreditversicherer Euler Hermes die Garantiesumme für Kaufhof-Lieferanten um bis zu 80 Prozent herabgesetzt. Kaufhof Einkaufsgeschäftsführer Edo Beukema versuchte daraufhin, die Lieferanten per Brief zu beruhigen. „HBS ist solide finanziert und verfügt über ausreichend Mittel“, zitiert das „Handelsblatt“ aus dem Brief. Nach Informationen des Blattes hat Kaufhof in den ersten fünf Monaten des Geschäftsjahres jedoch Verlust gemacht.
Der neue Galeria-Kaufhof-Chef Wolfgang Link arbeitet derweil daran, neue Kunden zu gewinnen. Er wolle, statt auf spektakuläre Großprojekte in Metropolen zu setzen, lieber das Geld breiter über das Filialnetz streuen, damit die Veränderungen in Sortiment und Warenpräsentation rascher sichtbar würden, schreibt die Zeitung. In diesem wie im nächsten Jahr stehen für Investitionen laut „Handelsblatt“ jeweils rund 400 Mio. Euro zur Verfügung. Allein 2017 seien schon 14 der 97 deutschen Filialen renoviert und umgebaut worden. Für 2018 berate der Vorstand derzeit über Umbauten in 15 bis 20 weiteren Häusern.