Tesco In den roten Zahlen

Der britische Handelskonzern Tesco ist im vergangenen Geschäftsjahr in die Verlustzone gerutscht. Grund dafür waren Strafzahlungen für einen Bilanzskandal aus dem Jahr 2014 sowie Kosten für den derzeit laufenden Konzernumbau. Operativ machte Großbritanniens größte Supermarktkette 2016/17 hingegen weiter Fortschritte und konnte entscheidende Kennziffern steigern, wie Konzernchef Dave Lewis (Foto) bei der Veröffentlichung vorläufiger Zahlen mitteilte.

Mittwoch, 12. April 2017 - Handel
LEBENSMITTEL PRAXIS
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Bildquelle: Tesco

So stieg der Umsatz der Gruppe im Ende Februar abgelaufenen Geschäftsjahr ohne Mehrwertsteuer und den Verkauf von Benzin um 4,3 Prozent auf 49,9 Mrd. GBP (rund 58,7 Mrd. Euro). Unter dem Strich stand dennoch ein Verlust von 40 Mio. GBP (gut 46 Mio. Euro) - nach einem Gewinn von 138 Mio. GBP (etwa 161,5 Mio. Euro) im Vorjahr.

Tesco befindet sich in einem tiefgreifenden Umbau, nachdem vor allem die deutschen Discounter Lidl und Aldi mit ihrer aggressiven Preisstrategie die britische Supermarktkette in den vergangenen Jahren heftig angegriffen haben. Tesco senkte seine Preise, mistete das Sortiment aus, führte neue Marken ein und verbesserte seinen Service. Zudem startete der Konzern ein Sparprogramm.

Die Kosten für den Umbau drückten jedoch das Nettoergebnis. Rund 200 Mio. GBP (etwa 235 Mio. Euro) fielen dafür an. Zudem musste Tesco im Zusammenhang mit einem Bilanzskandal aus dem Jahr 2014 eine dreistellige Millionenstrafe zahlen. Insgesamt wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr dafür Einmalkosten von 235 Mio. GBP (rund 275 Mio. Euro) verbucht.

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