Erfreulich sei, dass nun auch die Nährwertinformation, die bislang weitgehend freiwillig erfolgte, auf einheitlicher Grundlage in der gesamten Europäischen Union zur Verpflichtung werde. Er zeigte sich zudem erleichtert, dass das Europäische Parlament der so genannten Lebensmittelampel eine klare Absage erteilt hat: "Es ist ein Signal der Vernunft, dass Lebensmittel auch in Zukunft nicht in 'gut' oder 'schlecht' eingeteilt werden. Schließlich hat in einer ausgewogenen Ernährung jedes Lebensmittel seinen Platz."
Zufrieden zeigte sich Wolf auch mit der jetzt vereinbarten Folgenabschätzung vor Einführung weiterer, verpflichtender Herkunftskennzeichnungen für Lebensmittel und deren Zutaten. "Es ist ein absolutes Muss, vor der Einführung derart weit reichender Verpflichtungen alle möglichen finanziellen und praktischen Auswirkungen zu untersuchen. Gerade bei der Herkunftskennzeichnung muss gelten: Sie darf nicht nur machbar, sondern muss von Aufwand und Kosten her auch zumutbar sein!" Der ganz große Wurf sei die LMIV aber nicht. Vor allem wurde die Chance vertan, ein einfacheres und damit praktikableres Recht zu schaffen. Insoweit gelte es, bei der weiteren Ausgestaltung der Verordnung „nachzubessern", wo dies denn möglich sei, etwa im Rahmen von Durchführungsregeln.
Meinung: BLL "Nicht der große Wurf"
„Die deutsche Lebensmittelwirtschaft begrüßt die endgültige Einigung auf eine einheitliche Lebensmittelkennzeichnung in Europa. Das Votum stelle sicher, dass die Verbraucher beim Lebensmittelkauf umfassend informiert würden, so der Präsident des BLL, Dr. Werner Wolf.
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