Obst- und Gemüseanbau Deutsche Erdbeerernte so niedrig wie seit Jahrzehnten nicht

Die Erdbeerernte in Deutschland ist auf den niedrigsten Stand seit 30 Jahren gefallen. Auch beim Spargel ging die Menge erneut zurück. Als Hauptgrund nennt das Statistische Bundesamt schrumpfende Anbauflächen.

Montag, 20. Juli 2026, 09:56 Uhr
Theresa Kalmer (mit dpa)
Weniger Anbaufläche, geringere Ernte: Sowohl bei Erdbeeren als auch bei Spargel setzt sich der rückläufige Trend in Deutschland fort. Bildquelle: Getty Images

Die deutschen Landwirte haben in diesem Jahr so wenige Erdbeeren geerntet wie seit mehr als 30 Jahren nicht mehr. Auch beim Spargel ging die Erntemenge erneut zurück, wie aus Zahlen des Statistischen Bundesamtes hervorgeht. Als Ursache nennt die Behörde immer kleinere Anbauflächen.

Die Erdbeerernte im Freiland fiel laut den Angaben mit geschätzten 71.300 Tonnen um 11,3 Prozent geringer aus als im Vorjahr. Damit lag sie knapp ein Viertel unter dem Durchschnitt der Jahre 2020 bis 2025. Zuletzt ernteten die Landwirte 1995 weniger Erdbeeren in Deutschland. Die Anbaufläche schrumpfte den Statistikern zufolge um 2,9 Prozent auf 7.830 Hektar. Im Vergleich zum Sechsjahresdurchschnitt entspricht das einem Rückgang von 18,5 Prozent. Die Landwirte entscheiden über die Flächennutzung unter anderem nach Absatzchancen und den zu erwartenden Erntekosten.

Beim Spargel schätzt das Statistische Bundesamt die diesjährige Ernte auf 100.300 Tonnen – ein Minus von 3,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die mittlere Erntemenge der vergangenen sechs Jahre verfehlten die Erzeuger um 10,3 Prozent. Die Anbaufläche ging im Vergleich zu 2025 um 1,5 Prozent zurück. Auch beim Spargel müssen die Betriebe zahlreiche Arbeitskräfte einsetzen, was die Produktion verteuert.

Für beide Kulturen ist Niedersachsen nach Angaben des Statistischen Bundesamtes das wichtigste Anbaugebiet in Deutschland.

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