Lebensmittelpreise Händler senken die Preise für Markenkaffee

Nach den Eigenmarken wird nun auch Markenkaffee von Jacobs, Dallmayr und Lavazza günstiger. Lidl, Aldi und Kaufland haben die Preise bereits gesenkt, weitere Ketten wollen nachziehen. Trotzdem liegt das Preisniveau laut Statistischem Bundesamt weiterhin deutlich über dem von 2020.

Montag, 29. Juni 2026, 09:07 Uhr
Theresa Kalmer (mit dpa)
Trotz der aktuellen Preissenkungen kostet Markenkaffee im Handel noch immer deutlich mehr als vor wenigen Jahren. Bildquelle: Getty Images

Die großen Lebensmittelhändler in Deutschland senken die Preise für Markenkaffee. Nach Eigenmarken werden nun auch Produkte von Jacobs, Lavazza und Dallmayr günstiger. Das ergab eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur unter den führenden Handelsketten.

Lidl hat nach eigenen Angaben bereits vor gut einer Woche die Preise für Markenkaffee um bis zu 10 Prozent gesenkt. Eine 500-Gramm-Packung Jacobs Krönung kostet dort nun 9,99 Euro statt zuvor 10,49 Euro, dasselbe gilt für Dallmayr Prodomo. Lavazza Crema e Aroma in der Ein-Kilogramm-Packung fiel von 20,99 Euro auf 19,99 Euro, Melitta Bella Crema von 19,99 Euro auf 17,99 Euro pro Kilo. Kaufland nennt laut der Umfrage dieselben Endpreise. Auch Aldi Nord und Aldi Süd haben demnach zu Wochenbeginn dauerhaft die Preise bestimmter Marken gesenkt, darunter Lavazza Crema e Aroma und Jacobs Krönung.

Weitere Händler kündigten ebenfalls Preissenkungen an, nannten aber teils keine konkreten Marken und Preise. „Bei den Eigenmarken ist das zum Teil schon geschehen, weitere Reduzierungen folgen“, so Edeka. Rewe und Penny wollen den Angaben zufolge ebenfalls die Preise für die genannten Produkte anpassen. Eine Sprecherin von Netto erklärte, man senke die Preise marktkonform – auch bei Markenprodukten. Norma hingegen kündigte keine weiteren Preissenkungen an und verwies auf eine bereits Mitte Mai umgesetzte Reduzierung bei 14 Eigenmarken-Kaffeeprodukten.

Hintergrund der nun sinkenden Preise sind die kräftigen Preissprünge der vergangenen Jahre. Schlechte Ernten in wichtigen Anbauländern – vor allem Trockenheit im größten Erzeugerland Brasilien – hatten die Rohstoffkosten in die Höhe getrieben. Seit Herbst 2025 gehen die Preise im Einzelhandel schrittweise zurück: Im Oktober 2025 senkten große Ketten erstmals nach längerer Zeit die Preise ihrer Eigenmarken, im Mai 2026 folgte eine weitere Runde mit Abschlägen von bis zu 50 Cent je Packung. Trotz der jüngsten Entspannung liegt das Preisniveau laut dem Statistischen Bundesamt weiterhin deutlich über dem von 2020.

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