Der Getränke- und Spirituosenhersteller Berentzen senkt nach einem schwachen ersten Halbjahr seine Jahresprognose deutlich. Statt eines Umsatzes von 163 bis 173 Millionen Euro erwartet das börsennotierte Unternehmen aus Haselünne nun nur noch 151 bis 156 Millionen Euro. Auch beim Betriebsgewinn vor Zinsen und Steuern korrigiert Berentzen die Erwartungen nach unten: Statt 7 bis 9 Millionen Euro rechnet das Unternehmen nur noch mit 3,5 bis 5 Millionen Euro. Im Vorjahr hatte der Betriebsgewinn noch bei 8,5 Millionen Euro gelegen.
Im ersten Halbjahr schrumpfte der Umsatz auf Basis vorläufiger Zahlen um rund 11 Prozent auf 71 Millionen Euro, wie das Unternehmen mitteilte. Der Betriebsgewinn vor Zinsen und Steuern brach um mehr als 80 Prozent auf rund 600.000 Euro ein. Damit setzte sich die schwache Entwicklung aus dem ersten Quartal fort.
Vorstandschef Oliver Schwegmann führte die Entwicklung auf die anhaltende Konsumflaute in Deutschland zurück. Die „Dynamik der Marktentwicklungen ist aber deutlich ausgeprägter als erwartet“, zitierte ihn das Unternehmen in der Mitteilung. Vor allem die schwache Nachfrage nach Spirituosen belaste das Geschäft. „Im Wesentlichen ist dies nach wie vor auf die anhaltenden Markt- und Konsumschwächen in Deutschland zurückzuführen“, so Schwegmann.
Zur Berentzen-Gruppe zählen neben der Stammmarke Berentzen auch Spirituosenmarken wie Doornkaat und Bommerlunder. Darüber hinaus stellt das Unternehmen alkoholfreie Getränke her, darunter Mio Mio sowie Sinalco in Lizenz. Die endgültigen Halbjahreszahlen will Berentzen nach eigenen Angaben am 13. August vorlegen.