Die Erzeugerpreise für landwirtschaftliche Produkte in Deutschland sind im Mai 2026 deutlich gesunken. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, lagen sie um 13,9 Prozent unter dem Niveau des Vorjahresmonats. Damit beschleunigte sich der Preisrückgang weiter: Im April hatte das Minus noch bei 12,3 Prozent gelegen, im März bei 8,8 Prozent. Auch gegenüber dem Vormonat April gaben die Preise um 1,5 Prozent nach.
Erster Preisrückgang bei Rindern seit April 2024
Besonders stark fielen den Angaben zufolge die Preise für Tiere und tierische Erzeugnisse – sie sanken um 15,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Haupttreiber war der Milchpreis, der um 25,3 Prozent unter dem Vorjahreswert lag. Auch Schlachtschweine verbilligten sich erheblich: Ihre Preise gingen um 19,5 Prozent zurück. Bei Rindern sanken die Preise um 6,7 Prozent – laut dem Statistischen Bundesamt der erste Rückgang seit April 2024. Geflügel verbilligte sich leicht um 0,7 Prozent, wobei vor allem Hähnchen mit einem Minus von 4,7 Prozent günstiger wurden. Enten und Puten verteuerten sich dagegen um 5,7 Prozent. Gegen den Trend stiegen die Eierpreise um 13,6 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat.
Auch Obst verbilligte sich deutlich
Pflanzliche Erzeugnisse kosteten im Mai 10,4 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Besonders auffällig blieb der Preisverfall bei Speisekartoffeln: Sie waren um 53,5 Prozent günstiger als im Mai 2025. Auch Obst verbilligte sich deutlich um 22,5 Prozent, wobei Tafeläpfel mit einem Minus von 33,3 Prozent besonders stark betroffen waren. Erdbeeren verteuerten sich hingegen leicht um 3,3 Prozent. Getreide kostete 9,5 Prozent weniger als im Vorjahresmonat.
Bei Gemüse zeigte sich ein gemischtes Bild: Insgesamt stiegen die Preise laut dem Statistischen Bundesamt nur minimal um 0,2 Prozent. Tomaten verteuerten sich dabei um 28,2 Prozent, Gurken um 21,5 Prozent. Blumenkohl und Kohlgemüse wurden dagegen um 11,0 beziehungsweise 8,7 Prozent günstiger. Die Preise für Handelsgewächse lagen insgesamt 2,6 Prozent über dem Vorjahresniveau, wobei sich Raps um 5,6 Prozent verteuerte. Bei Futterpflanzen verzeichnete das Statistische Bundesamt mit einem Plus von 0,1 Prozent den ersten Preisanstieg seit März 2024.