„Tausende Beschäftigte sorgen jeden Tag dafür, dass unsere Lebensmittel produziert werden. Wer von ihnen Leistung, Verantwortung und Flexibilität erwartet, muss auch bereit sein, diese Leistung angemessen zu bezahlen.“ Mit diesen Worten hat sich SPD-Spitzenkandidat Armin Willingmann aus Sachsen-Anhalt in die laufenden Tarifverhandlungen in der Ernährungsindustrie seines Bundeslandes eingeschaltet.
Bereits mehrere Warnstreiks in Sachsen-Anhalt
Willingmann ist Minister für Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt sowie stellvertretender Ministerpräsident.
Beschäftigte verdienten in Teilen der Branche noch immer bis zu 30 Prozent weniger als Kollegen in vergleichbaren Betrieben im Westen, behauptet Willingmann.
„Niedrige Löhne sind kein Wettbewerbsvorteil. Sie erschweren die Fachkräftesicherung, schwächen die Kaufkraft und bremsen die wirtschaftliche Entwicklung“, so Armin Willingmann. Er wünsche sich in den Tarifverhandlungen ein Ergebnis, das den Beschäftigten eine verlässliche Perspektive biete.
Der Tarifstreit in der Ernährungswirtschaft dreht sich seit Monaten um die Angleichung der Ostlöhne an das Westniveau. Die Gewerkschaft NGG und der Verband der Ernährungswirtschaft stehen sich bisher unversöhnlich gegenüber; es kam zu mehreren Warnstreiks in Sachsen-Anhalt. Verhandelt wird für rund 3.000 Beschäftigte in 15 Betrieben.