Fischproduktion Deutsche Aquakulturen erzeugen weniger Fisch und mehr Muscheln

Die Fischproduktion in deutschen Aquakulturen ist 2025 leicht gesunken. Die Muschelernte legte dagegen um mehr als 40 Prozent zu. Forellen bleiben die wichtigste Fischart. Das teilte das Statistische Bundesamt mit.

Freitag, 05. Juni 2026, 12:54 Uhr
Theresa Kalmer
In deutschen Aquakulturen dominierten auch 2025 Forellen und Karpfen das Bild. Insgesamt ging die Fischerzeugung jedoch leicht zurück. Bildquelle: Getty Images

Die deutschen Aquakulturbetriebe haben im Jahr 2025 weniger Fisch erzeugt als im Vorjahr. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, sank die Produktion um 1,2 Prozent auf rund 16.600 Tonnen. Bei der Muschelproduktion verzeichnete die Behörde dagegen einen deutlichen Zuwachs von 42,1 Prozent auf 22.600 Tonnen. Solche Schwankungen bei Muscheln seien jedoch nicht ungewöhnlich, da die Ernte stark von natürlichen Bedingungen abhänge. Das erklärte das Statistische Bundesamt.

Algen noch mit Nischenrolle

Fische und Muscheln machten den Angaben zufolge zusammen 99,6 Prozent der gesamten Aquakulturproduktion von 39.300 Tonnen aus. Auf Rogen und Kaviar entfielen 113 Tonnen, auf Krebstiere rund 29 Tonnen und auf Algen sowie sonstige aquatische Organismen 22 Tonnen. Diese Erzeugnisse spielen in der deutschen Aquakultur demnach bislang nur eine Nischenrolle.

Mehr als die Hälfte der Fischerzeugung entfiel laut der Mitteilung mit 9.800 Tonnen auf Forellen, Saiblinge und andere forellenartige Fische. Deren Produktion stieg gegenüber 2024 leicht um 0,8 Prozent. Innerhalb dieser Gruppe entwickelten sich die einzelnen Arten unterschiedlich: Während die Erzeugung von Regenbogenforellen um 4,3 Prozent auf 5.200 Tonnen zurückging, legten Lachsforellen um 12,4 Prozent auf 2.200 Tonnen und Elsässer Saibling um 8,2 Prozent auf 1.600 Tonnen zu. Das Statistische Bundesamt wies darauf hin, dass Lachsforelle keine eigene Art sei, sondern eine Handelsbezeichnung für besonders große, rotfleischige Regenbogenforellen. Ein Teil des Rückgangs bei Regenbogenforellen erkläre sich daher durch den Zuwachs bei den Lachsforellen.

Karpfen, Schleie und andere karpfenartige Fische machten mit rund 4.600 Tonnen gut ein Viertel der Fischerzeugung aus. Ihre Produktion sank den Angaben zufolge um 4,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Gemeine Karpfen stellte mit 4.200 Tonnen den größten Anteil in dieser Gruppe, seine Erzeugung ging nach einem Anstieg im Vorjahr nun um 3,3 Prozent zurück. Auch beim Europäischen Aal, der mit 1.200 Tonnen und einem Anteil von 7,1 Prozent an der gesamten Fischerzeugung eine nennenswerte Rolle spielt, verzeichnete das Statistische Bundesamt einen leichten Rückgang um 1,2 Prozent.

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