Hygiene- und Gesundheitsprodukte Essity investiert 5,4 Millionen Euro in Hamburger Wundversorgungswerk

Der schwedische Hygiene- und Gesundheitskonzern Essity baut seinen Produktionsstandort in Hamburg-Hausbruch aus. Zwei neue Konfektionierlinien sollen Produktionsschritte bündeln, die bisher über eine komplexe Lieferkette verteilt waren. Deutschland ist mit 1,6 Milliarden Euro Umsatz der wichtigste europäische Markt des Konzerns.

Dienstag, 02. Juni 2026, 09:38 Uhr
Theresa Kalmer
Mit neuen Konfektionierlinien erweitert Essity die Produktion von Wundversorgungsprodukten der Marke Cutimed Sorbion in Hamburg-Hausbruch. Bildquelle: Essity

Der Hygiene- und Gesundheitskonzern Essity investiert nach eigenen Angaben rund 5,4 Millionen Euro in den Ausbau seines Produktionsstandorts in Hamburg-Hausbruch. Das Unternehmen hat dort zwei neue Konfektionierlinien für Wundversorgungsprodukte der Marke Cutimed Sorbion errichtet, wie Essity mitteilte. Die erste Linie ging demnach bereits 2025 in Betrieb, die zweite soll 2026 folgen.

Mit der Investition will Essity Produktionsschritte, die bisher über eine komplexe Lieferkette verteilt waren, im eigenen Werk bündeln. Auf den neuen Anlagen sollen perspektivisch mehr als 30 verschiedene Produktvarianten gefertigt werden. Für die Linien baute das Unternehmen den Angaben zufolge den Produktionsbereich umfassend um und schuf einen eigenen, abgetrennten Bereich, der den Hygieneanforderungen der medizinischen Wundversorgung entspricht.

„Die Entscheidung, diese Produktionsschritte ins Haus zu holen, ist ein klares Bekenntnis zum Standort Hamburg Hausbruch“, erklärte Christian Kral, Standortleiter in Hamburg-Hausbruch, laut der Mitteilung. Man bündele dort Know-how und schaffe die Voraussetzungen, um flexibel auf Markt- und Kundenanforderungen reagieren zu können.

Essity setzt auf langfristige Standortstrategie in Deutschland

Hamburg-Hausbruch ist laut Essity der größte Produktionsstandort des Unternehmens für Wundversorgung in Deutschland. Die Investition sei Teil einer langfristigen Standortstrategie, mit der der Konzern seine medizinische Fertigung in Deutschland weiter ausbauen wolle. Insgesamt betreibt Essity in Deutschland Produktionsstätten in Emmerich, Hamburg, Mainz-Kostheim, Mannheim, Neuss und Witzenhausen mit rund 5.200 Beschäftigten.

Das schwedische Unternehmen mit Hauptsitz in Stockholm erzielte den eigenen Angaben zufolge im Jahr 2025 einen weltweiten Umsatz von rund 12,5 Milliarden Euro. Deutschland ist demnach mit 1,6 Milliarden Euro der umsatzstärkste Markt des Konzerns in Europa. Zu den bekanntesten Marken von Essity zählen neben Cutimed unter anderem Tena, Tork, Tempo und Zewa.

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