Der deutsche Hygienepapierhersteller Wepa hat eine Mehrheitsbeteiligung an dem französischen Unternehmen MPH1865 erworben. Das gab Wepa mit Sitz in Arnsberg bekannt. MPH1865 stellt Hygienepapier und Seife für den gewerblichen Bereich her. Das Unternehmen firmiert künftig unter dem Namen Wepa Professional France.
Marc Miribel bleibt Präsident
Marc Miribel bleibt Präsident des Unternehmens und steuert gemeinsam mit seinem Management-Team den Integrationsprozess. Die Produktionsstandorte von MPH1865 bleiben nach Angaben von Wepa erhalten. Die 260 Mitarbeiter von MPH1865 werden in die Wepa Gruppe integriert. Wepa betreibt nach der Übernahme vier Produktionsstandorte in Frankreich und beschäftigt dort rund 1.000 Mitarbeiter.
„Mit MPH1865 stärken wir unsere internationale Präsenz im europäischen Away-from-Home-Markt und bauen unsere Position mit der Marke Satino gezielt weiter aus“, so Andreas Krengel, Chief Commercial Officer der Wepa-Gruppe. Martin Krengel, Chef der Wepa Gruppe, erklärte: „Durch die Synergieeffekte dieses Zusammenschlusses und die konsequente Umsetzung unserer Nachhaltigkeitsstrategie werden wir zusätzlichen Mehrwert für unsere Stakeholder, insbesondere für unsere Kunden, schaffen.“
MPH1865 produziert bis zu 60.000 Tonnen Papier pro Jahr
MPH1865 wurde 1865 gegründet und hat seinen Sitz in Ardèche und Drôme. Das Unternehmen produziert nach eigenen Angaben bis zu 60.000 Tonnen Papier pro Jahr. Es betreibt Anlagen für Papierherstellung, Verarbeitung, Seifenproduktion und Logistik. Das Portfolio von Wepa Professional wird durch Seifen, Desinfektionsmittel, Vlies-Reinigungstücher und persönliche Schutzausrüstung ergänzt, die von Wepa Professional France hergestellt und vertrieben werden.
Wepa beschäftigt nach dem Zusammenschluss mit MPH1865 mehr als 4500 Mitarbeitende an 15 europäischen Standorten. Das Familienunternehmen mit Sitz in Arnsberg erwirtschaftet nach eigenen Angaben einen Jahresumsatz von mehr als 1,9 Milliarden Euro. In Frankreich verfügte Wepa bereits über zwei Standorte in Lille und Troyes sowie über ein Werk in Château-Thierry.