Senfproduzent investiert Händlmaier verdoppelt Produktionskapazität

Die Firma Händlmaier, bekannt für süßen Senf, investiert am Firmensitz in Regensburg circa fünf Millionen Euro in eine hochmoderne Tubenabfüllanlage. Prokurist Andreas Adam (Foto, links) und Produktionsleiter Alex Buschkow (Foto, rechts) stellten das Projekt vor.

Montag, 02. März 2026, 13:12 Uhr
Thomas Klaus
Investition in die Zukunft: Prokurist Andreas Adam (links) und Produktionsleiter Alex Buschkow stellen die neue Tubenanlage vor. Bildquelle: Luise Händlmaier GmbH

Rund fünf Millionen Euro investiert die Firma Händlmaier in eine hochmoderne, neue Tubenabfüllanlage. Zukünftig können so 50 Millionen Senftuben in der Regensburger Produktion vom Band laufen. Prokurist Andreas Adam und Produktionsleiter Alex Buschkow stellten das Projekt nach der Fertigstellung vor.

Zwei bestehende Tubenlinien werden ergänzt

Mit dieser Investition baut der bayerische Senf- und Saucenspezialist nach eigener Darstellung seine Produktionskapazitäten deutlich aus und stärkt zugleich seine Wettbewerbsfähigkeit in einem zunehmend dynamischen nationalen und internationalen Marktumfeld. Das im Jahr 1914 gegründete Familienunternehmen ist nach eigenen Angaben heute bundesweiter Marktführer im Bereich süßer Senf und fest in Bayern verwurzelt. Zurzeit sind rund 30 verschiedene Senfsorten, klassische Feinkostsaucen und Meerrettich-Variationen im Angebot.

Auf dem rund 50.000 Quadratmeter großen Firmengelände ergänzt die neue Anlage die beiden bestehenden Tubenlinien in den Produktionshallen von Händlmaier. Nach einer rund vierwöchigen Einbau- und Installationsphase steht dort nun modernste Abfülltechnologie zur Verfügung, die die Produktionsleistung künftig deutlich erhöht. Die jährliche Abfüllkapazität bei Händlmaier wird damit auf rund 50 Millionen Senftuben steigen – eine Verdopplung der bisherigen Jahresmenge von etwa 25 Millionen Tuben.

Wunderlich: Standort Regensburg bleibt das Herz

„Der Standort Regensburg ist und bleibt das Herz unseres Unternehmens. Hier investieren wir bewusst in die Zukunft – in moderne Technik, in nachhaltige Prozesse und in unsere langfristige Wettbewerbsfähigkeit“, betont Franz Wunderlich, Geschäftsführer der Luise Händlmaier GmbH. „Mit der neuen Tubenanlage können wir nicht nur größere Produktionsmengen realisieren, sondern auch unsere Kunden im Senfsegment noch schneller, flexibler und zuverlässiger bedienen. Das ist ein entscheidender Faktor, um den wachsenden Anforderungen des Marktes auch künftig in gewohnt hoher Händlmaier-Qualität gerecht zu werden.“

Auch Nachhaltigkeit ein wichtiger Gesichtspunkt

Die neue Tubenanlage des schwedischen Herstellers Norden Machinery arbeitet nach Unternehmensangaben vollautomatisiert und nach den allerhöchsten technologischen Standards. Neben einer höheren Abfüllgeschwindigkeit ermöglicht sie eine präzisere und effizientere Prozesssteuerung, die sich positiv auf Produktqualität, Produktionssicherheit und Auftragsflexibilität auswirken soll.

Auch Nachhaltigkeitsaspekte spielten bei der Händlmaier-Investition eine zentrale Rolle. So benötigt die neue Anlage rund 30 Prozent weniger Energie als vergleichbare ältere Systeme. Betrieben wird sie ausschließlich mit 100 Prozent Ökostrom. Der stammt unter anderem aus der firmeneigenen Photovoltaikanlage stammt, die 2025 am Standort errichtet wurde. Zudem erfolgt eine wichtige Materialumstellung: Anstelle von Styropor-Sockeln kommen künftig Lösungen aus Faserguss zum Einsatz. Dieses papierbasierte, faserverstärkte Monomaterial verbessert die Recyclingfähigkeit der Tuben und reduziert zugleich den Einsatz schwer verwertbarer Kunststoffe.

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