Die Produktion von alkoholfreiem Bier in Deutschland ist im Jahr 2025 um 6,5 Prozent auf rund 616 Millionen Liter gestiegen. Das teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mit. Im Vorjahr hatten die Brauereien noch knapp 579 Millionen Liter alkoholfreies Bier hergestellt. Der Wert der Produktion lag 2025 bei rund 696 Millionen Euro.
Verhältnis verschiebt sich weiter
Gleichzeitig ging die Produktion von alkoholhaltigem Bier deutlich zurück. Die Brauereien stellten im Jahr 2025 knapp 6,8 Milliarden Liter Bier mit Alkohol her, so das Statistische Bundesamt. Das entspricht einem Rückgang von 5,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr, als noch ungefähr 7,2 Milliarden Liter produziert wurden. Der Wert der Produktion betrug rund 6,4 Milliarden Euro.
Das Verhältnis zwischen alkoholhaltigem und alkoholfreiem Bier verschiebt sich damit weiter. Während im Jahr 2024 noch rund 12,5 Liter Bier mit Alkohol auf einen Liter alkoholfreies Bier kamen, waren es 2025 nur noch rund 11,1 Liter, wie die Statistiker errechneten.
Brauereien produzieren weniger Biermischgetränke
Auch die Produktion von Biermischgetränken wie Radler sank. Die Brauereien stellten im Jahr 2025 rund 343 Millionen Liter her, nach knapp 364 Millionen Litern im Vorjahr. Das entspricht einem Rückgang von 5,7 Prozent. Biermischgetränke enthalten weniger Alkohol als reguläres Bier, sind aber nicht gänzlich alkoholfrei.
Die Zahlen stammen aus der Produktionsstatistik des Statistischen Bundesamts. Diese erfasst Betriebe von Unternehmen mit 20 und mehr Beschäftigten im Produzierenden Gewerbe. Unter alkoholfreiem Bier versteht die Statistik Bier mit einem Alkoholgehalt von 0,5 Volumenprozent oder weniger sowie alkoholfreie Biermischgetränke.
In der Statistik wurden nur Industriebetriebe mit 20 und mehr Beschäftigten registriert. Der Deutsche Brauerbund nennt für die gesamte Branche eine höhere Menge von 750 Millionen Litern für 2025. Das war eine Steigerung um 7,6 Prozent zum Vorjahr. Alkoholfreies Bier mache damit 11 Prozent des gesamten Bierkonsums aus und sei nach Pils und Hellem inzwischen die drittbeliebteste Sorte.