Der Schweizer Schokoladenhersteller Lindt & Sprüngli hat im vergangenen Jahr deutlich höhere Preise verlangt. Obwohl das Unternehmen weniger Schokolade verkaufte, stieg der Umsatz um 8,2 Prozent auf 5,92 Milliarden Franken, umgerechnet 6,36 Milliarden Euro. Dies teilte das Unternehmen aus Kilchberg am Dienstag mit. Gewinnzahlen nannte das Unternehmen noch nicht. Diese sollen am 10. März folgen.
Noch keine Angaben zu weiteren Preiserhöhungen
Die Preissteigerungen waren nach Angaben von Lindt & Sprüngli nötig, weil die Kakaopreise stark gestiegen waren. Ob das Unternehmen auch in diesem Jahr weitere deutliche Preiserhöhungen plant, teilte es nicht mit. Die gesamte Branche habe im vergangenen Jahr weniger Schokolade abgesetzt, hieß es. Der Börsenpreis ist seit dem Rekordhoch im Dezember 2024 wieder deutlich gefallen.
Das Unternehmen begründete die Entwicklung mit schwierigen Rahmenbedingungen. „Das Geschäftsjahr 2025 war geprägt von geopolitischer und wirtschaftlicher Unsicherheit, zurückhaltendem Konsumverhalten und beispiellos hohen Kakaopreisen, was zu zweistelligen Preiserhöhungen und tieferen Volumen in der gesamten Industrie führte“, äußerte Lindt & Sprüngli.
Lindt setzt auf Premiumprodukte wie Dubai-Schokolade
Edelprodukte wie Dubai-Schokolade lägen im Trend, teilte das Unternehmen mit. „Die Konsumentinnen und Konsumenten sehnen sich weiterhin nach Qualität, nach Momenten des Glücks, nach einem kleinen, besonderen Genuss – und als Premiummarke bedienen wir diese Nachfrage“, meinte Unternehmenschef Adalbert Lechner.
Lindt & Sprüngli baute die Zahl der eigenen Läden im vergangenen Jahr von 568 auf 620 aus.
