Der Zahnpflegehersteller Denttabs kann seinen Insolvenzantrag zurückziehen. Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben einen Investor gefunden, der die Hälfte der Anteile übernimmt. Gründer Axel Kaiser hatte den Antrag im Oktober 2025 gestellt und darüber auf der Plattform Linkedin berichtet.
Die gemeinnützige Aktiengesellschaft Viversus steigt mit 50 Prozent bei Denttabs ein, wie das Unternehmen mitteilte. Kaiser und Mario Bergmann, Gründer und Vorstand von Viversus, führen das Unternehmen künftig gemeinsam. Viversus gibt 10.000 Aktien zu je 50 Euro aus, um die Eigenkapitalbasis von Denttabs zu stärken. Insgesamt sollen so 500.000 Euro zusammenkommen.
Käufer der Aktien erhalten nach Angaben des Unternehmens ein Mitbestimmungsrecht bei unternehmerischen Entscheidungen. Sie können demnach über Produktvarianten, Verpackungslösungen und Kooperationen mitentscheiden. „Finanzielle Rendite darf für uns nie die Richtschnur sein“, zitierte das Unternehmen Kaiser in der Mitteilung. „Die Community-Beteiligung gibt uns Zeit. Zeit, in der wir Bekanntheit und Vertrauen in Zahnputztabs gewinnen und wachsen“, heißt es weiter.
Viversus schließt Gewinnausschüttungen aus
Die Aktien sind vinkuliert, Käufer können sie also nur mit Genehmigung der Aktiengesellschaft weiterverkaufen. Die Rechtsform der gemeinnützigen Aktiengesellschaft schließt Gewinnausschüttungen aus. Gewinne fließen den Angaben zufolge vollständig in Projekte für Kinder, Bildung und Nachhaltigkeit. Bergmann erklärte in der Mitteilung: „Wir wollen eine Wirtschaft, in der Innovation zählt und Erfolg allen nützt.“
Denttabs stellt seit 2009 Zahnputztabletten her und beschäftigt nach eigenen Angaben sechs Mitarbeiter. Das Unternehmen mit Sitz in Berlin vertreibt seine Produkte in über 40 Ländern. Die Tabletten tragen das Cosmos-Natural-Siegel für kontrollierte Naturkosmetik und sind in Mehrweg-Pfandflaschen oder industriell kompostierbarer Verpackung erhältlich.
