Seinen Geschäftsbericht für das Jahr 2025 hat der Verein QM-Mich vorgelegt. Unter anderem konnte das QMilch-Programm weiter ausgebaut werden: Inzwischen nehmen 38 Molkereien sowie fast 7.000 zertifizierte Milchviehbetriebe teil.
Fast 14.000 QM-Standard-Audits
Damit profitieren 900.000 Milchkühe nachweislich von höheren Tierwohl- und Tiergesundheitsstandards, die spürbar über den QM-Standard hinausgehen. Neben Trinkmilch werden inzwischen auch weitere Produkte der weißen Linie wie Sahne, Quark und Joghurt sowie einige Käseprodukte mit dem QMilch-Label versehen.
2024 wurden insgesamt 13.958 QM-Standard-Audits durchgeführt. 12.318 Betriebe mit einer Laufzeit von drei Jahren und 590 Betriebe mit einer Laufzeit von 1,5 Jahren bestanden. 92,5 Prozent aller 2024 auditierten Betriebe bestanden ihr Audit im ersten Anlauf und erhielten ein Zertifikat.
Digitale Lösung für Datenkommunikation kommt
Ferner wurden 2025 die Weichen gestellt für die Etablierung eines QM-Nachhaltigkeitsprogramms. Basierend auf den Ergebnissen des Innovationsprozesses hat sich QM-Milch zum Ziel gesetzt, Lösungen für die vielfältigen Anforderungen der Milchbranche im Bereich der Nachhaltigkeit auf Milcherzeugerbetrieben zu entwickeln und ab Mitte 2026 anzubieten. Die digitale Integration durch vernetzte Daten sei hierbei eine wichtige Grundlage. Die bestehende QMilch-Datenbank bietet künftig eine digitale Lösung für die Kommunikation von Daten. Durch das Implementieren einer standardisierten Schnittstelle für die IT-Dienstleister von Molkereien sollen künftig Synergien genutzt und Mehrwerte geschaffen werden.
Überarbeiteter QM-Standard ab Mitte 2026
Ein weiterer Meilenstein für 2026: Zum 1. Juli tritt die überarbeitete Fassung des QM-Standards in Kraft. Mit dieser Revision wird das Niveau nach Angaben von QM-Milch insgesamt leicht angehoben und der organisatorische Rahmen für ein höheres Maß an Transparenz im System geschaffen, etwa durch die Abwicklung des Audits über die QMilch-Datenbank. Damit werde der QM-Standard, an dem heute bereits 47.000 Betriebe beziehungsweise über 95 Prozent der deutschen Milchviehhalter teilnehmen, auf eine noch belastbarere Basis gestellt. Dann könnte man zum Beispiel Ereignis- und Krisensituationen als Branche besser begegnen.
Zum Beispiel wird die Ankündigungsfrist beim Milcherzeuger auf eine Woche verkürzt und eine Sperrfrist zur Rezertifizierung nach Zertifikatsentzügen eingeführt.
