Die Importpreise in Deutschland sind im September 2025 um 1,0 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat gesunken. Gegenüber August 2025 stiegen sie um 0,2 Prozent, wie das Statistische Bundesamt mitteilt. Die Exportpreise lagen im September 2025 um 0,6 Prozent höher als im September 2024. Gegenüber August 2025 veränderten sich die Ausfuhrpreise nicht.
Alle Energiepreise günstiger als im Vorjahresmonat
Den größten Einfluss auf die Gesamtentwicklung der Importpreise hatte der Rückgang der Preise für Energie um 11,0 Prozent gegenüber September 2024. Gegenüber August 2025 stiegen die Energiepreise um 1,1 Prozent. Alle Energieträger waren günstiger als im Vorjahresmonat: Steinkohle verbilligte sich um 18,6 Prozent, rohes Erdöl um 14,6 Prozent, Erdgas um 11,2 Prozent, elektrischer Strom um 6,3 Prozent und Mineralölerzeugnisse um 3,8 Prozent. Ohne Berücksichtigung der Energiepreise veränderten sich die Importpreise im September 2025 gegenüber dem Vorjahresmonat und dem Vormonat leicht nach oben um jeweils 0,1 Prozent.
Die Importpreise für Nahrungsmittel sind im September 2025 um 7,2 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat gestiegen. Gegenüber August 2025 fielen die Preise um 0,2 Prozent. Besonders stark verteuerten sich geschälte Haselnüsse um 83,1 Prozent, Kaffee um 39,8 Prozent, Rindfleisch um 33,3 Prozent, Geflügelfleisch um 29,0 Prozent, Orangensaft um 28,8 Prozent und geschälte Mandeln um 26,9 Prozent. Zucker verbilligte sich dagegen um 28,8 Prozent und Olivenöl um 22,6 Prozent.
Rohkaffee verteuert sich um 35,9 Prozent
Die Preise für importierte landwirtschaftliche Güter lagen im September 2025 um 1,9 Prozent über denen des Vorjahresmonats, aber um 0,9 Prozent unter denen von August 2025. Rohkaffee war deutlich teurer als vor einem Jahr und verteuerte sich um 35,9 Prozent, gegenüber dem Vormonat gaben die Preise aber um 1,0 Prozent nach. Speisezwiebeln kosteten 34,6 Prozent mehr als im Vorjahr, wurden aber im Vormonatsvergleich um 15,2 Prozent billiger. Avocados lagen dagegen 14,6 Prozent unter dem Vorjahresniveau, stiegen aber um 16,6 Prozent gegenüber August 2025. Lebende Schweine waren 4,8 Prozent billiger als im September 2024.
Leichte Entspannung bei Kakaoware
Bei den Exporten wurden Nahrungsmittel zu deutlich höheren Preisen ausgeführt und verteuerten sich um 4,7 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Gegenüber August 2025 fielen die Preise um 0,5 Prozent. Kaffee wurde zu 47,1 Prozent höheren Preisen exportiert als im September 2024, verbilligte sich aber gegenüber August 2025 um 1,2 Prozent. Zuckerexporte waren dagegen um 24,1 Prozent billiger als vor einem Jahr, verteuerten sich aber gegenüber August 2025 um 5,5 Prozent. Kakaomasse, Kakaobutter, Kakaofett, Kakaoöl und Kakaopulver verbilligten sich im Vergleich zum Vorjahresmonat um 15,0 Prozent und im Vergleich zum Vormonat um 8,5 Prozent. Die Exporte landwirtschaftlicher Güter waren im Vorjahresvergleich 0,9 Prozent teurer, gegenüber August 2025 fielen die Preise um 3,0 Prozent.
