Die Schilf-Glasflügelzikade breitet sich in Brandenburg aus und beunruhigt die Landwirte. Das Insekt überträgt bakterielle Erreger, die vor allem Kartoffeln und Zuckerrüben schädigen. Darüber informiert der Landesbauernverband.
Starker Befall in Märkisch-Oberland
„Noch kommt Brandenburg um große Ausfälle herum, doch die Gefahr nimmt zu“, sagte Fabian Blöchl, Ackerbau-Referent beim Landesbauernverband. Im Süden Deutschlands bedroht der Schädling bereits ernsthaft die Ernte. In Baden-Württemberg schätzt der dortige Landesbauernverband die Schäden auf „Millionen“.
Der Klimawandel begünstigt die Ausbreitung der Zikadenart, die inzwischen in mehreren Bundesländern vorkommt. Das Landesamt für Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Flurneuordnung (LELF) berichtet von einem starken Befall im Landkreis Märkisch-Oderland. Der Pflanzenschutzdienst gab in der Region den Einsatz von Insektiziden frei, für die seit Mai 2025 Notzulassungen gelten.
Japankäfer könnte zur neuen Gefahr werden
Neben der Schilf-Glasflügelzikade könnte auch der Japankäfer die brandenburgische Landwirtschaft bedrohen, insbesondere Obstplantagen. Das LELF verzeichnet bislang jedoch nur vereinzelte Funde dieses Schädlings in Brandenburg.
Die Ausbreitung dieser Schädlinge stellt die Landwirte vor neue Herausforderungen. Die weitere Entwicklung und notwendige Maßnahmen zum Schutz der landwirtschaftlichen Erträge bleiben abzuwarten.
