Tiefkühlkost-Bilanz Frosta steigert Gewinn und Umsatz im ersten Halbjahr

Der Tiefkühlkosthersteller Frosta hat seinen Umsatz im ersten Halbjahr 2025 auf 330 Millionen Euro gesteigert. Das Markengeschäft wuchs dabei besonders stark. Gleichzeitig belasteten höhere Personalkosten und gestiegene Werbeausgaben das Ergebnis.

Freitag, 15. August 2025, 10:16 Uhr
Theresa Kalmer
Frosta ist in sieben europäischen Ländern aktiv und produziert schockgefrorene Lebensmittel.
Die Produkte werden in drei Werken in Deutschland und einem Werk in Polen hergestellt.
Bildquelle: Frosta

Der Tiefkühlkosthersteller Frosta hat im ersten Halbjahr 2025 seinen Umsatz um 4,4 Prozent auf 330 Millionen Euro gesteigert. Der Konzernüberschuss legte auf 17,7 Millionen Euro zu, nach 15,5 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Das teilte das Unternehmen mit.  Mit 5,4 Prozent vom Umsatz liegt die Gewinnmarge laut Frosta aber weiterhin deutlich unter dem Niveau vieler internationaler Lebensmittelkonzerne.

Geschäft mit Handelsmarken ging zurück

Besonders stark entwickelte sich das Markengeschäft. Die Marke Frosta wuchs in den ersten sechs Monaten mengenmäßig um 11,8 Prozent, während die gesamte Tiefkühlkategorie nur um 1,5 Prozent zulegte. Der Umsatz im Markengeschäft stieg um 12,2 Prozent auf 250 Millionen Euro. Das Geschäft mit Handelsmarken ging dagegen um 5,6 Prozent zurück. Als Grund nannte das Unternehmen den schwierigen Markt und das Ende nicht wirtschaftlicher Verträge.

Die Personalkosten stiegen nach Unternehmensangaben durch hohe Tarifrunden und zusätzliche Schichten um 12 Prozent. Material- und Energiekosten blieben auf hohem Niveau. Zur Unterstützung des Markenwachstums weitete Frosta die Werbeausgaben in allen Ländern aus.

Das Unternehmen verstärkte nach eigenen Angaben besonders die Kommunikation zu Themen wie Geschmack, Verzicht auf Zusatzstoffe und Qualität in klassischen Medien. Nachhaltigkeitsthemen wurden verstärkt in digitalen Medien beworben.

Frosta erwartet Umsatzwachstum von bis zu 9 Prozent

Das Working Capital und der Cashflow blieben trotz des Wachstums stabil, teilte Frosta mit. Die Eigenkapitalquote lag bei 59 Prozent. Das Unternehmen produziert nach eigenen Angaben in drei Werken in Deutschland und einem Werk in Polen.

Für das Gesamtjahr 2025 erwartet Frosta ein Umsatzwachstum von 3 bis 9 Prozent. Der Konzernüberschuss soll 5 bis 8 Prozent vom Umsatz erreichen.

Die wirtschaftliche Stagnation im Euroraum, geopolitische Konflikte und klimabedingte Extreme bei der Materialversorgung erschwerten das Geschäftsumfeld, erklärte das Unternehmen. Auch die Handelspolitik der USA sowie die andauernden Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten trügen zur Unsicherheit bei.

Anzeige

SSI Schäfer

Moldauische Weine erobern den deutschen Einzelhandel

Ausgezeichnete Qualität, authentische Rebsorten und attraktive Preise: Moldauische Weine erobern Schritt für Schritt den deutschen Einzelhandel.
Jetzt mehr erfahren

Neue Produkte