Landwirtschaft Deutsche Getreideernte steigt um 10 Prozent

Die deutschen Landwirte werden in diesem Jahr 43 Millionen Tonnen Getreide ernten. Dies entspricht einem Anstieg von 10 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Mehlkostenanteil bei einem durchschnittlichen Brot beträgt jedoch nur etwa 8 Cent, weshalb die höhere Erntemenge kaum Auswirkungen auf die Brotpreise haben wird.

Donnerstag, 14. August 2025, 13:53 Uhr
Manuel Glasfort (mit dpa)
Mähdrescher sind dieser Tage im Dauereinsatz, denn die Getreideernte kann nach langem Regenwetter endlich eingeholt werden. Bildquelle: Getty Images

Die deutschen Landwirte werden in diesem Jahr voraussichtlich 43 Millionen Tonnen Getreide ernten. Dies entspricht einem Anstieg von 10 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, wie der Deutsche Raiffeisenverband mitteilte.

„Vor allem größere Anbauflächen und höhere Hektarerträge haben zum guten Mengenergebnis beigetragen“, erklärte DRV-Marktexperte Guido Seedler. Besonders stark steigt die Erntemenge bei Winterweizen, der knapp die Hälfte der Gesamternte ausmacht. Hier erwarten die Fachleute einen Zuwachs von fast einem Viertel. Auch beim Winterraps rechnet der Verband mit einer um 7 Prozent höheren Erntemenge von 3,9 Millionen Tonnen.

Die Landwirte mussten in diesem Jahr allerdings schwierige Bedingungen meistern. Nach Angaben des Verbands führten ein sehr trockenes Frühjahr und anschließend regnerische Wochen zu Herausforderungen. Besonders betroffen waren Regionen mit leichten, sandigen Böden, die weniger Wasser speichern können.

Raiffeisenverband sieht kaum Effekt auf Brotpreise

Die Getreideproduktion wird in diesem Jahr über dem Verbrauch liegen. Auf die Brotpreise hat dies aber kaum Auswirkungen. Der Mehlkostenanteil bei einem durchschnittlichen Brot beträgt laut Seedler lediglich etwa 8 Cent. Die Preise hängen vielmehr von den Energie- und Bürokratiekosten ab.

Auch weltweit steigt die Getreideproduktion. Der Deutsche Raiffeisenverband prognostiziert für 2025 eine globale Erntemenge von 2,3 Milliarden Tonnen. Im Vorjahr waren es 2,2 Milliarden Tonnen. Diese Menge deckt den Verbrauch der Weltbevölkerung nach Einschätzung des Verbands gerade so.

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