Neue BSI-Studie Großteil der Konsumenten trinkt Spirituosen maßvoll

Eine neue Studie des Bundesverbands der Deutschen Spirituosen-Industrie und -Importeure (BSI) zeigt nach Darstellung des Verbandes: 95 Prozent der Spirituosenkonsumenten trinken maßvoll. Die Untersuchung hat außerdem die beliebtesten Sorten und Kategorien ermittelt. 

Dienstag, 12. August 2025, 12:45 Uhr
Thomas Klaus
Konsum aus geselligen Gründen: Überwiegend wird Alkohol in kleiner, privater Runde getrunken. Bildquelle: Getty Images

Der Bundesverband der Deutschen Spirituosen-Industrie und -Importeure hat eine Studie zum Spirituosenkonsum in Deutschland veröffentlicht. Die von NielsenIQ durchgeführte Untersuchung zeigt von der Warte des BSI aus, dass 95 Prozent der Konsumenten Spirituosen und spirituosenhaltige Getränke im Rahmen des von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung als „risikoarm“ bezeichneten Konsums trinken.

DGE empfiehlt Verzicht auf hochprozentige Alkoholika

Der BSI bezieht sich in seiner Presse- und Öffentlichkeitsarbeit zur Studie zwar auf die DGE. Aber die stellt heraus, dass Spirituosen ihrer Auffassung nach nicht zu einer gesundheitsfördernden Ernährung zählen. Die DGE empfiehlt, möglichst ganz auf hochprozentige Alkoholika zu verzichten. Der Bundesdrogenbeauftragte Hendrik Streeck bezeichnet Alkohol als die am häufigsten konsumierte psychoaktive Substanz in Deutschland.

Konsum bei 91 Prozent gleich geblieben oder gesunken

 71 Prozent der Befragten über 18 Jahre konsumierten in den letzten zwölf Monaten Spirituosen und spirituosenhaltige Getränke. Von diesen tranken 95 Prozent die Produkte „selten“, „gelegentlich“ oder „moderat“. Der Großteil der Konsumenten (46 Prozent) trinkt Spirituosen höchstens einmal pro Monat, 22 Prozent zwei- bis dreimal pro Monat und 27 Prozent ein bis vier Gläser pro Woche.

Die Studie ergab zudem laut BISI, dass bei 91 Prozent der Spirituosengenießer der Konsum im Vergleich zum Vorjahr gleichgeblieben oder gesunken ist. Die Geschäftsführerin des Verbands, Angelika Wiesgen-Pick, sieht darin eine Bestätigung der Präventions- und Informationsinitiativen der Branche. „Die NielsenIQ-Studie bekräftigt: Spirituosenkonsum ist beispielhaft für einen maßvollen und risikoarmen Konsum in Deutschland“, meint Wiesgen-Pick.

Spirituosen-Verzehr vor allem im privaten Kreis

Spirituosen konsumieren die Befragten der Studie zufolge überwiegend im privaten Kreis. 66 Prozent trinken die Produkte zu Hause. Bei 84 Prozent der Konsumgelegenheiten trinken die Befragten Spirituosen zu zweit (39 Prozent) oder in Gruppen (45 Prozent). Häufig konsumieren sie diese im Rahmen von Mahlzeiten (56 Prozent) und zusammen mit weiteren Getränken. Bei 35 Prozent werden Spirituosen zusammen mit alkoholfreien Getränken konsumiert.

Wichtigste Info-Quelle: Austausch mit Freunden und Familie

Die beliebtesten Spirituosensorten sind laut der Untersuchung Wodka (35 Prozent), Liköre (30 Prozent) und Whisky/Scotch Bourbon (28 Prozent). Es folgen Gin (23 Prozent), Tequila (21 Prozent) und Obstler/Calvados/Williams Birne/Kirsch (20 Prozent).

Bei den Spirituosenkategorien sieht die Reihenfolge so aus: Cocktails (40 Prozent), Longdrinks (27 Prozent), Shots (23 Prozent), vorgemixte spirituosenhaltige Cocktails (22 Prozent) und Spirituosen on the rocks/auf Eis (15 Prozent).

Die wichtigste Informationsquelle zu Spirituosen ist der soziale Austausch mit Freunden und Familie (28 Prozent), deutlich vor der Werbung (20 Prozent), dem Probieren in einer Bar beziehungsweise Gastronomie (15 Prozent) und Sozialen Medien (11 Prozent). 

Konsumenten sind qualitäts- und gesundheitsbewusst

Spirituosenkonsumenten legen großen Wert auf Qualität und Hochwertigkeit der Produkte (70 Prozent). Außerdem interessieren sie sich für die Themen Gesundheit und Ernährung (69 Prozent). Spirituosenkonsumenten bevorzugen ausgedehnte Mahlzeiten (67 Prozent) und achten auf körperliche Fitness (62 Prozent).

„Spirituosen, Cocktails oder Longdrinks genießen die Konsumenten heute zeitgemäß und gesundheitsbewusst“, fasst Wiesgen-Pick die Ergebnisse aus ihrer Sicht zusammen.

Der Erhebungszeitraum der Studie war der März/April 2025. Repräsentativ befragt wurden 2.501 Deutsche im Alter zwischen 18 bis 74 Jahren.

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